Bei den mobilen Impfteams des Kreises steht ein Ortswechsel an: Ab Samstag (20.) wird in Groß-Gerau nicht mehr am Landratsamt gegen Covid-19 geimpft, sondern auf dem Gelände des Helvetia Parcs. Dort wird zunächst samstags und sonntags jeweils von 10.30 bis 17.30 Uhr geimpft sowie mittwochs von 9.30 bis 16.30 Uhr. Zusätzlich gibt es weitere Impfangebote der mobilen Teams in anderen Orten des Kreises Groß-Gerau. Welche Termine in naher Zukunft anstehen, wird regelmäßig auf der Internetseite des Kreises unter www.kreisgg.de veröffentlicht.


Im nun genutzten Gebäude gibt es geschützte Wartezonen

„Wir sind froh, dass wir im Helvetia Parc gut geeignete Räume für das Impfen in Groß-Gerau gefunden haben und danken dem Center-Management für sein Entgegenkommen“, sagt Joachim Hammann von der Stabsstelle Corona des Kreises. Im nun genutzten Gebäude gibt es geschützte Wartezonen. Jedes Team kann in drei Kabinen impfen, so dass mehr Impfungen als bislang möglich sein werden. Nur Besuchertoiletten gibt es nicht, ergänzt Apotheker Fritz Klink vorsorglich.

Zur Impfung – für die man keinen Termin ausmachen muss – mitgebracht werden sollten: Personalausweis, Impfpass (falls zur Hand), Versichertenkarte (nicht zwingend erforderlich, erleichtert jedoch die Erfassung der persönlichen Daten). COVID-Genesene sollten PCR-Befund oder Genesenen-Nachweis dabeihaben. Weitere erforderliche Unterlagen werden vor Ort ausgegeben. Die Teams verabreichen Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen.

Es ist geplant, die Angebotszeiten im Helvetia Parc kurzfristig auszuweiten – sobald der beauftragte Dienstleister, die CoroVak UG, das dafür nötige Personal eingearbeitet hat. Dann wird dort jeden Tag geimpft werden. Auch im Nordkreis soll es möglichst bald weitere regelmäßige Angebote der Impfteams geben.

Dr. Angela Carstens, die Leiterin des Kreisgesundheitsamts

„Das Interesse an Corona-Impfungen steigt wieder deutlich an. Das ist gut so, denn unser Ziel ist es, die Impfquote nochmals deutlich zu erhöhen und damit auch den Gesundheitsschutz der Bevölkerung“, sagt Dr. Angela Carstens, die Leiterin des Kreisgesundheitsamts. Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist bei der laufenden Impfkampagne allerdings nur ein Baustein von mehreren. Er unterstützt die Haus- und Betriebsärzte beim Kampf gegen die Pandemie. Arbeitsteilung ist das passende Stichwort dazu, nicht Konkurrenz. Schon gar nicht können die vom ÖGD beauftragten mobilen Teams das Ende September geschlossene Impfzentrum komplett ersetzen.

„Wir bitten um Verständnis, wenn wir an einer Stelle in der Warteschlange einen Schnitt machen müssen, weil wir aufgrund der Erfahrungswerte wissen, dass wir an diesem Tag dann keine weiteren Menschen mehr werden impfen können“, sagt Arzt Mehmet Cakmak. Allerdings, so betont er, haben die mobilen Teams schon jetzt mehrfach die angegebenen Impfzeiten um ein, zwei Stunden überzogen, um möglichst viele Menschen mit dem Impfschutz zu versorgen. Impfstoff jedenfalls ist ausreichend vorhanden.

Hotline für weitere Informationen

Beim Impfen richten sich die mobilen Teams grundsätzlich nach den jeweils geltenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) – die sich aktuell gerade sehr dynamisch ändern. Daher empfiehlt der Kreis, sich übers Internet zu informieren. Von der Kreisseite führen mehrere Links zu den aktuellen Informationen, etwa von Land und RKI. Zudem gibt es die Möglichkeit, die hessenweiten Hotlines zu nutzen: 0800 5554666 oder 0611 32111000 (bei Anrufen aus dem Ausland statt der 0 bitte 0049 vorwählen). Die Rufnummern sind montags von 8 bis 18 Uhr sowie dienstags bis sonntags von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Die Corona-Hotline des Kreises (06152 989213) ist montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr besetzt.