„Mit ihrem jahrzehntelangen Engagement und unermüdlichem Einsatz haben sich alle Preisträgerinnen und Preisträger in ihren Vereinen und darüber hinaus eingebracht und dabei viel für den Sport und unsere Gesellschaft bewegt. Dafür gebührt ihnen unser Dank und unsere Anerkennung“, sagte Minister Lewentz bei der Verleihung in Mainz.

5 Sport-Obelisken geehrt

Sportminister Roger Lewentz hat Dietmar Schneider (Büchenbeuren), Michael Bitdinger (Daun), Lothar Renz (Gundheim), Johanna Bauer (Rheinzabern) und John Attilo (Grünstadt) für ihr langjähriges Engagement mit dem Sport-Obelisken 2020 ausgezeichnet.

Dietmar Schneider aus Büchenbeuren (Rhein-Hunsrück-Kreis)

Dietmar Schneider hat sich dem Fußball verschrieben. Im TuS Büchenbeuren war er von 1982 bis 2018 Vorstandsmitglied. Neben den Funktionen als Beisitzer, Schriftführer und Abteilungsleiter war er insgesamt 24 Jahre Vorsitzender des TuS. Auch bei der Betreuung von Geflüchteten engagierte er sich innerhalb und außerhalb des Vereins. So ist er noch heute als Ansprechpartner des als Integrationsmaßnahme unter dem Dach des TuS Büchenbeuren gegründeten „FFC United“ aktiv. In dieser Mannschaft spielen vor allem Spieler aus Eritrea, Somalia, Iran, Syrien und Äthiopien. Die einmalige „Hunsbuntliga“, eine Spielklasse mit bis zu 16 verschiedenen Mannschaften, in denen auch Geflüchtete spielen, wäre ohne sein intensives Engagement nicht gegründet worden. Als Mitglied im Kreisvorstand des Fußballkreises Hunsrück-Mosel im Fußballverband Rheinland (FVR) ist Dietmar Schneider als Integrationsbeauftragter und Spielleiter der „Hunsbuntliga“ tätig. Seit 2019 ist er Vorstandsmitglied in der Stiftung „Fußball hilft“ des FVR.

Michael Bitdinger aus Daun (Landkreis Vulkaneifel)

Michael Bitdinger war viele Jahre ehrenamtlich als Abteilungsleiter Breitensport im Vorstand des SV Neunkirchen-Steinborn aktiv. Seit 2002 ist er Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen der Taekwondo-Union Rheinland-Pfalz. Von 2015 bis 2018 war er stellvertretender Sportkreisvorsitzender Kreis Vulkaneifel im Sportbund Rheinland. Seit 2018 ist er Sportkreisvorsitzender Kreis Vulkaneifel im Sportbund Rheinland.

Lothar Renz aus Gundheim (Kreis Alzey-Worms)

Lothar Renz engagiert sich bereits seit mehr als 50 Jahren in seinem Heimatverein und auf Verbandsebene für den Fußball. Seit Sommer 1964 ist er Mitglied im TSV Gundheim. Als Beisitzer unterstützte er einige Jahre den TSV-Vorstand. Während seiner Zeit als langjähriger Kinder- und Jugendtrainer leistete er Großartiges für den TSV. Von 1999 bis 2002 war er Trainer der 1. Herrenmannschaft und trainierte von 2007 bis 2010 sowohl die 1. als auch die 2. Mannschaft. Mit der Doppel-Meisterschaft in der Saison 2007/2008 (Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksklasse und Aufstieg der 2. Mannschaft in die Kreisliga) konnte er einen bemerkenswerten Erfolg als Trainer verzeichnen. Von 2008 bis 2012 war er Mitglied im Vorstand des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV). Von 2010 bis 2021 war er Kreisvorsitzender Alzey-Worms im SWFV. Seit 2012 ist er Mitglied im SWFV Präsidium. Seit 2014 ist er als Vertreter des SWFV im Hauptausschuss des Sportbundes Rheinhessen aktiv. Seit 2021 ist er Vorsitzender des Verbandsspielausschusses im SWFV. Lothar Renz wurde in Abwesenheit geehrt.

Johanna Bauer aus Rheinzabern (Landkreis Germersheim)

Johanna Bauer war 40 Jahre Mitglied im Vorstand des Turnvereins 1890 Rheinzabern. Von 1980 bis 2020 kümmerte sie sich als Schriftführerin um allerlei „Schreibkram“ des Vereins. Als Leiterin der Geschäftsstelle des TV Rheinzabern leistete sie von 1996 bis in das Jahr 2020 vorbildliche Arbeit. Mit ihrem Engagement und hervorragenden Einsatz war sie die gute Seele des TV. Mit ihrem Rücktritt aus dem geschäftsführenden Vorstand ging die Ära Johanna Bauer im Verein zu Ende. Im Jahr 2020 wurde sie für 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt. Seit 2020 unterstützt sie weiterhin ihren Heimatverein in vielfältiger Hinsicht.

John Attilo aus Grünstadt (Landkreis Bad Dürkheim)

John Attilo ist der Meistermacher, wenn es um die Sportart Gewichtheben geht. In seinem Heimatverein, dem KSV Grünstadt, ist er seit 1975 Mitglied. Seine aktive Zeit als Gewichtheber bestritt er von 1980 bis 2015. Die erfolgreiche Trainerlaufbahn beim KSV begann im Jahr 2002 als er den damaligen KSV-Jugendtrainer unterstützte. Die eigenverantwortliche Leitung des Trainings der Aktiven und die Ausbildung von Kindern in der Langhantelathletik und im Mehrkampf mit Schwerpunkt Koordination und Konzentration begann im Jahr 2004. Von 2008 bis 2018 war John Attilo Landesjugendleiter. Aus seiner Jugendarbeit hat John Attilo fünf deutsche Meister hervorgebracht. Mit der aktiven Mannschaft startete er bis in die 1. Bundesliga durch. Das „Fundament“ der heutigen Bundesliga-Mannschaft des KSV wurde von John Attilo ausgebildet. Mittlerweile ist der KSV Grünstadt zu einer bekannten Größe im Gewichtheben aufgestiegen. Man spricht über den KSV, die hervorragende Jugendarbeit, die Erfolge und über John Attilo.

Ehrungen seit 1997

Seit 1997 werden mit dem Sport-Obelisken sowohl herausragende Leistungen von Sportlerinnen und Sportlern mit Vorbildfunktion gewürdigt als auch das Engagement von Menschen, die sich über viele Jahre ehrenamtlich in besonderem Maße für den Sport in Rheinland-Pfalz eingesetzt haben. Der Sport-Obelisk wird pro Jahr an fünf Preisträgerinnen und Preisträger vergeben. Die Verleihung des Sport-Obelisken 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie ins Jahr 2021 verschoben. Die Verleihung des Sport-Obelisken 2021 wird im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung stattfinden.