Die Bundesregierung plant, mehr für den Klimaschutz zu tun und den CO2-Ausstoß durch eine Reihe von Maßnahmen noch weiter zu senken. Für die Verbraucher dürfen diese Maßnahmen ganz schön teuer werden. Besonders der Benzinpreis wird massiv ansteigen.

Klimaneutral bis 2045

Der Plan ist, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 rund 65 Prozent weniger Kohlendioxid produziert als es 1990 der Fall war. Aktuell sind es rund 40 Prozent weniger. Das ist nicht genug, denn eigentlich sollten es bereits jetzt 55 Prozent sein. Zudem soll Deutschland spätestens 2045 klimaneutral sein. Also unter dem Strich gar kein Kohlendioxid mehr ausstoßen.

Klima-Abgaben sollen erhöht werden

Das Ziel wird allerdings nicht einfach zu erreichen sein. Deshalb will die Regierung die Klima-Abgaben pro Tonne Kohlendioxid noch weiter erhöhen. Seit Beginn 2021 liegt der Preis schon bei 25 Euro pro Tonne. Wie viel höher die Abgabe ausfallen soll, ist noch nicht geklärt. (seit Jahresbeginn 25 Euro) weiter erhöhen. Bis 2025 plant die Große Koalition aber einen Anstieg auf 55 Euro pro Tonne Kohlendioxid, die Grünen fordern sogar 60 Euro. Doch was bedeutet das für Verbraucher?

Benzin wird teurer

Für Autofahrer bedeutet das vor Allem ein Anstieg der Benzin- und Dieselpreise. Eine Steigerung von mindestens 15 Cent pro Liter erwarten Experten. Durch die höheren Abgaben, könne es sogar sein, dass man künftig zwei Euro pro Liter zahlt.

Auch das Reisen mit dem Flugzeug wird teurer werden. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Luftverkehrssteuer stark angehoben. Für Kurzstreckenflüge wird nun ein Aufschlag von 13,03 Euro fällig, auf Mittelstrecken 33,01 Euro, auf Fernflügen sogar 59,43 Euro. Auch hier rechnen Experten allerdings mit weiter steigenden Preisen.

Höhere Kosten für Mieter

Mieter müssen sich ebenfalls auf höhere Kosten einstellen. Im Schnitt zahlt ein Mieter bei mittlerem Energieverbrauch durchschnittlich 65 Euro mehr im Jahr, für Heizöl ist es sogar ein Plus von 85 Euro. Wenn der CO2-Preis nun weiter steigt, steigen natürlich auch die Kosten. Bei einer Klima-Abgabe von 55 Euro pro Tonne würden die Kosten, die Mieter tragen müssen bei 140 Euro für Erdgas und bei 185 Euro für Heizöl liegen. Mehrkosten von 200 Euro pro Jahr nur für das Heizen sind laut Experten nicht mehr unwahrscheinlich.

Auswirkungen auf die Unternehmen

Die Auswirkungen dürften besonders bei Betrieben mit einem hohen Energieverbauch deutlich zu spüren sein. Für einige Chemiekonzerne und die Stahlindustrie könnte das neue Gesetz problematisch werden, denn wenn die Energiekosten so massiv steigen, wird es schwierig für die Firmen, noch profitabel zu wirtschaften. Das hätte zur Folge, dass viele Arbeitsplätze in Gefahr sind.