Ein klassischer Fall von Smishing (SMS-Phishing) hielt am Mittwochabend einen 38-jährigen Mann aus Mainz-Finthen in Atem. Der Geschädigte erhielt eine täuschend echt wirkende SMS, die ihn über das angebliche Ablaufen seines Online-Banking-Zertifikats informierte. Um die Freigabe zu aktualisieren, sollte er einem beigefügten Link folgen – eine fatale Entscheidung, wie sich kurz darauf herausstellte.
Von der Fake-Website zum Schock-Anruf
Im Glauben, seine Hausbank habe ihn kontaktiert, öffnete der Mann den Link und landete auf einer professionell gefälschten Internetseite der Sparkasse. Dort gab er gutgläubig seine echten Zugangsdaten ein. Die Betrüger reagierten sofort: Nur Sekunden später klingelte das Telefon. Ein vermeintlicher Bankmitarbeiter erklärte dem 38-Jährigen, es gäbe unberechtigte Transaktionen auf seinem Konto, die man nun gemeinsam „rückgängig machen“ müsse.
Die Falle schnappt zu: Manipulation der Zwei-Faktor-Authentifizierung
Unter psychologischem Druck ließ sich der Finther dazu verleiten, insgesamt vier Transaktionen über sein Smartphone mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) freizugeben. In der Annahme, er würde sein Geld schützen, überwies er stattdessen rund 1.000 Euro direkt auf die Konten der Kriminellen.
Dass der Fall glimpflich endete, verdankt das Opfer seinem schnellen Handeln nach dem Telefonat: In direkter Rücksprache mit der echten Bank konnten die Buchungen gestoppt und der finanzielle Schaden vollständig abgewendet werden.
Was ist Smishing? Die Polizei klärt auf
Der Begriff Smishing setzt sich aus „SMS“ und „Phishing“ zusammen. Kriminelle nutzen hierbei Textnachrichten, um Panik zu schüren oder Handlungsdruck zu erzeugen (z. B. Kontosperrung, Paketbenachrichtigung), mit dem Ziel, Passwörter oder Geld zu stehlen.
Sicherheitstipps Ihrer Polizei:
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Öffnen Sie niemals Links in unerwarteten SMS oder Messenger-Nachrichten.
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Banken fordern Sie niemals per SMS oder Telefon auf, PINs, Passwörter oder Transaktionen freizugeben.
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Bei Zweifeln: Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie Ihre Bank unter der offiziellen Nummer selbst an.




