Die Euphorie bei Mainz 05 ist greifbar. Erst am Donnerstagabend feierten die Rheinhessen durch einen 2:0-Sieg gegen Sigma Olmütz den Einzug in die nächste Runde des Europapokals. Doch viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am Sonntag (15:30 Uhr) gastiert die Eintracht aus Frankfurt in der MEWA ARENA.
Urs Fischer: „Das nächste Spiel ist entscheidend“
Trotz der Träume vom Conference-League-Finale in Leipzig mahnt Trainer Urs Fischer zur vollen Konzentration auf das Tagesgeschäft Bundesliga. „Die Mannschaft hat Charakter und kennt die Prioritäten genau“, betonte Fischer auf der Pressekonferenz am Freitag. Nur rund 16 Stunden nach dem internationalen Erfolg saß der Coach bereits wieder auf dem Podium, um den Fokus auf die Hessen zu richten.
Für das Duell gegen die Eintracht, die unter ihrem neuen Trainer Albert Riera zuletzt zehn Punkte aus fünf Spielen holte, gibt Fischer eine klare Marschroute vor:
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Leistung am Limit: „Da kommt Qualität auf uns zu, für die wir ans Limit gehen müssen.“
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Energie bündeln: Vor der anstehenden Länderspielpause gelte es, „nochmal alles rauszuhauen“.
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Heimvorteil nutzen: Mit dem Rückenwind der Fans und dem getankten Selbstvertrauen aus den letzten Wochen (fünf Siege aus den letzten zehn Ligaspielen) soll der Frankfurter Lauf gestoppt werden.
Personelle Lage: Rückkehr von Jonny Burkardt bei Mainz 05
Besondere Brisanz erhält die Partie durch personelle Schlagzeilen. Während die Mainzer auf die Rückkehr ihres Kapitäns Jonathan Burkardt hoffen können, kehrt dieser auf der Gegenseite – zumindest theoretisch in der Analyse – als Identifikationsfigur zurück (auch wenn er im aktuellen Kader der Eintracht als Rückkehrer an alte Wirkungsstätte thematisiert wird). Die Mainzer Defensive, die zuletzt stabil stand, wird gegen die spielstarken Adlerträger besonders gefordert sein.
Das Ziel: Mit einem Sieg in die Pause
Mainz 05 hat sich unter Fischer aus dem Tabellenkeller gekämpft und belegt vor dem 27. Spieltag den 13. Platz. Ein Sieg im Rhein-Main-Duell würde nicht nur die regionale Vorherrschaft untermauern, sondern auch den Vorsprung auf die Abstiegsränge weiter ausbauen.



