StartGinsheim-GustavsburgNeue Details zu den Sperrungen der Mainbrücke bei Gustavsburg

Neue Details zu den Sperrungen der Mainbrücke bei Gustavsburg

Bis Juni 2029 sind mehrere Bauphasen mit halbseitigen und zeitweisen Vollsperrungen vorgesehen

Im Auftrag von Hessen Mobil wird die Mainbrücke im Zuge der Bundesstraße B 43 grundlegend instandgesetzt. Die Brücke verbindet Wiesbaden-Kostheim mit Ginsheim-Gustavsburg und ist für den Verkehr zwischen beiden Kommunen von zentraler Bedeutung. Die erste Bauphase läuft seit dem 3. August 2026 und betrifft das Teilbauwerk C auf der Seite von Ginsheim-Gustavsburg. Nun hat Hessen Mobil weitere Informationen zum Ablauf bekanntgegeben

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Sieben weitere Bauphasen folgen

Die Sanierung der Mainbrücke ist in insgesamt neun Bauphasen gegliedert und soll nach derzeitiger Planung bis Juni 2029 abgeschlossen werden. Nach der ersten halbseitigen Sperrung des Teilbauwerks C in Fahrtrichtung Kostheim folgt ab Dezember 2026 eine zweite halbseitige Sperrung in Fahrtrichtung Ginsheim-Gustavsburg. Diese Phase soll bis Januar 2027 dauern.

Von Januar bis März 2027 ist anschließend eine Vollsperrung vorgesehen, während Arbeiten an allen Teilbauwerken durchgeführt werden. Danach verlagert sich der Schwerpunkt auf das Teilbauwerk A auf der Kostheimer Seite.

Für die einzelnen Bauphasen sieht der aktuelle Zeitplan folgende Abfolge vor:

  • August bis Dezember 2026: Halbseitige Sperrung des Teilbauwerks C in Fahrtrichtung Kostheim.
  • Dezember 2026 bis Januar 2027: Halbseitige Sperrung des Teilbauwerks C in Fahrtrichtung Ginsheim-Gustavsburg.
  • Januar bis März 2027: Vollsperrung für Arbeiten an allen Teilbauwerken.
  • März bis Juni 2027: Halbseitige Sperrung des Teilbauwerks A auf der Oberstromseite einschließlich des Mainufers.
  • Juni 2027: Vollsperrung der Fahrbahn des Teilbauwerks A für etwa eine Woche.
  • Juni bis September 2027: Halbseitige Sperrung des Teilbauwerks A auf der Unterstromseite.
  • September 2027 bis Juli 2028: Halbseitige Sperrung des Teilbauwerks B in Fahrtrichtung Kostheim.
  • Juli 2028 bis Mai 2029: Halbseitige Sperrung des Teilbauwerks B in Fahrtrichtung Ginsheim-Gustavsburg.
  • Juni 2029: Vollsperrung für die Erneuerung des Fahrbahnbelags.

Während der Arbeiten am Teilbauwerk B sind zusätzlich jeweils rund vier Vollsperrungen für Stahlverstärkungen vorgesehen. Diese sollen jeweils nur wenige Tage bis wenige Wochen dauern.

Drei Teilbauwerke werden umfassend saniert

Bei der Mainbrücke handelt es sich nicht um ein einzelnes Bauwerk, sondern um einen Brückenzug mit drei eigenständigen Teilbauwerken. Dazu gehören die 164 Meter lange Vorlandbrücke bei Ginsheim-Gustavsburg (Teilbauwerk C), die rund 182 Meter lange Strombrücke über den Main (Teilbauwerk B) sowie die etwa 28 Meter lange Rampe auf der Wiesbadener Seite (Teilbauwerk A).

Die regelmäßigen Bauwerksprüfungen hatten Mängel unter anderem an Kappen, Überbauten, Pfeilern, Entwässerung, Fahrbahnen, Gehwegen und Geländern festgestellt. Im Rahmen der nun beginnenden grundhaften Instandsetzung sollen deshalb zahlreiche Bauteile erneuert, verstärkt oder instandgesetzt werden.

Auf der Oberseite der rund 385 Meter langen Überführung werden unter anderem Übergangskonstruktionen, Kappen und Geländer erneuert. Auch Entwässerungsleitungen, Abläufe und Abdichtungen werden überarbeitet. Zudem werden Teile des Fahrbahnbelags erneuert und schadhafte Stellen am Stahltragwerk ausgebessert. Die Stahlbauteile erhalten außerdem einen neuen Korrosionsschutz.

An der Unterseite sind unter anderem Arbeiten an der Kostheimer Rampenwand sowie an Widerlagern und Pfeilern vorgesehen. Risse im Sandsteinmauerwerk und an den Lagersockeln werden verpresst, Fugen instandgesetzt und Brückenlager zwischen Unter- und Überbau erneuert. Auch die waagerechten Kragarme der einzelnen Brückenteile werden verstärkt oder neu hergestellt.

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Vorlandbrücke wird zuerst bearbeitet

Das Teilbauwerk C auf der Seite von Ginsheim-Gustavsburg ist eine 164 Meter lange Spannbetonkonstruktion aus dem Jahr 1955. Sie besteht aus sechs Einfeldträgern und einem Kastenwiderlager.

In der ersten Bauphase werden auf der Oberstromseite, also in Fahrtrichtung Kostheim, zunächst die Kappen einschließlich Gesims und Geländer erneuert. Anschließend wechseln die Arbeiten auf die Unterstromseite. Auch dort ist eine halbseitige Sperrung erforderlich. Gleichzeitig werden die waagerechten Kragarme verstärkt.

Zum Abschluss der Arbeiten an diesem Teilbauwerk ist eine Vollsperrung vorgesehen. In diesem Zeitraum sollen die Fahrbahn und die Rinne neu asphaltiert sowie die Übergangskonstruktion ausgetauscht werden.

Arbeiten an der Strombrücke ab Herbst 2027

Die rund 182 Meter lange Strombrücke über den Main stammt aus den Jahren 1946 und 1955. Das Teilbauwerk B besteht aus einer Stahlfachwerkkonstruktion mit einer Betonfahrbahn.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiten ist die Verstärkung des Stahlfachwerks. Dafür werden sowohl im oberen als auch im unteren Bereich zusätzliche Stahllamellen angebracht. Da das Tragwerk während dieser Arbeiten möglichst vollständig entlastet werden muss, sind hierfür mehrere zeitweise Vollsperrungen vorgesehen.

Darüber hinaus werden der Fahrbahnbelag, die Abdichtung und die Übergangskonstruktion erneuert. Lose Nieten im Fachwerk werden ersetzt, ein Schrammbord an den Kappen montiert und die Stahlkonstruktion erhält einen neuen Korrosionsschutz.

Die Arbeiten am Teilbauwerk B sind derzeit von September 2027 bis Mai 2029 vorgesehen. Zunächst wird die Fahrtrichtung Kostheim halbseitig gesperrt, anschließend folgt die entsprechende Sperrung in Fahrtrichtung Ginsheim-Gustavsburg.

Kostheimer Rampe wird ebenfalls erneuert

Das Teilbauwerk A auf der Kostheimer Seite ist mit einem Baujahr von 1888 der älteste Teil des Brückenzugs. Die rund 28 Meter lange Konstruktion besteht aus Deckplatten, Stützmauern, Gewölben und Kragträgern.

Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten sind eine Kampfmittelsondierung und eine Bohrerkundung im Bereich der Verkehrsinsel vorgesehen. Die Ergebnisse sollen unter anderem Aufschluss über den Baugrund geben und in die Planung des Baugrubenverbaus einfließen.

Zunächst wird die Verkehrsinsel auf der B 43 zurückgebaut und eine Baugrube in der Mitte der Fahrbahn hergestellt. Anschließend wird der Kragarm in Fahrtrichtung Kostheim unter halbseitiger Sperrung zurückgebaut und neu errichtet. Dabei werden auch neue Kappen und eine neue Fahrbahn hergestellt.

Für die Montage des notwendigen Traggerüsts muss die Straße „Mainufer“ zeitweise vollständig gesperrt werden. Damit verbunden ist auch ein vorübergehender Wegfall von Parkplätzen am Mainufer. Anschließend werden die Kellerräume im Gewölbe der Rampe saniert. Den Abschluss bildet eine Erneuerung des Fahrbahnbelags, für die erneut eine Vollsperrung erforderlich ist.

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Fuß- und Radverkehr soll aufrechterhalten werden

Trotz der umfangreichen Arbeiten soll der Fuß- und Radverkehr während der gesamten Bauzeit grundsätzlich gesichert bleiben. Die Unterführungen der Kostheimer Rampe und der Vorlandbrücke sollen durchgehend geöffnet bleiben.

Darüber hinaus wird der Fuß- und Radverkehr nach Angaben von Hessen Mobil während der Bauarbeiten immer über mindestens eine Seite der Brücke über den Main geführt. Je nach Bauphase werden dafür entsprechende Umleitungen eingerichtet.

Sanierung kostet rund zehn Millionen Euro

Die Gesamtkosten für die grundhafte Instandsetzung der Mainbrücke belaufen sich nach den aktuellen Angaben auf rund zehn Millionen Euro. Die Kosten werden von der Bundesrepublik Deutschland und der Landeshauptstadt Wiesbaden getragen.

Die Arbeiten sollen nach derzeitiger Planung im Juni 2029 mit einer Vollsperrung für die Erneuerung des Fahrbahnbelags abgeschlossen werden. Hessen Mobil will über die jeweiligen weiteren Bauphasen und damit verbundene Verkehrsänderungen gesondert informieren.