Am Sonntagnachmittag (28. November 2021) kam es gegen 17:45 Uhr zu einem Feuerwehreinsatz in der Schöneweibergasse in Griesheim. Bei bei dem Wohnhausbrand in einem Mehrfamilienhaus kam ein junges Mädchen ums Leben.


Drei weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt

Anwohner hatten über den Notruf Feuer und Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss des zweistöckigen Gebäudes gemeldet. Insgesamt wohnten acht Personen in dem Haus. Im Rahmen der Löscharbeiten machten die Rettungskräfte dann den tragischen Fund. In der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoss fanden sie eine tote Person, bei der es sich um ein dort lebendes 13 Jahre altes Mädchen handelt.

Der 42-jährige Vater des Mädchens zog sich schwerste Brandverletzungen zu und musste daher in eine Spezialklinik gebracht werden. Ebenfalls schwer verletzt wurde die 61-jährige Großmutter des Mädchens. Ein 49-jähriger Mann erlitt durch das Einatmen der Rauchgase leichte Verletzungen. Weitere Bewohner wurden nicht verletzt.

Das Gebäude ist unbewohnbar

Die Löscharbeiten dauerten noch bis in die Morgenstunden des 29. Novembers andauern. Das Gebäude ist durch den Brand unbewohnbar geworden, der Sachschaden wird vermutlich mehrere hunderttausend Euro betragen.

Die Brandursache ist bislang noch unklar, der Kriminaldauerdienst hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen. Erste Hinweise deuten jedoch auf eine Fehlbedienung beim Umgang mit einer Gasflasche und somit auf einen tragischen Unglücksfall hin.

Vor Ort waren über 100 Einsatzkräfte von:

  • der Berufsfeuerwehr Darmstadt
  • der freiwilligen Feuerwehr Griesheim
  • der freiwilligen Feuerwehr Pfungstadt
  • der freiwilligen Feuerwehr Babenhausen
  • der freiwilligen Feuerwehr Riedstadt OT Wolfskehlen
  • dem Technischen Hilfswerk
  • dem Psychosozialen Versorgungsdienst
  • der Polizei Darmstadt-Dieburg

Die Einsatzkräfte wurden nicht nur durch die alarmierte Versorgungseinheiten sondern auch von Anwohnern mit frischen Backwaren und Sandwiches, Obst und warmen Getränken versorgt.

Brandursache kann nicht ermittelt werden

Wie die Polizei um 17:20 Uhr mitteilte, haben Brandermittler der Kriminalpolizei und des hessischen Landeskriminalamtes am Montagmorgen den Brandort untersucht. Die Wohnung im ersten Obergeschoss ist nahezu vollständig ausgebrannt. Der Zerstörungsgrad, insbesondere im Wohnzimmer, ist sehr hoch, sodass die Brandursache ist nicht mehr feststellbar ist. Allerdings deutet nach Angaben der Polizei das Brandbild darauf hin, dass beim Umgang mit einer Gasflasche ein Fehler passiert sein könnte. Eine schlagartige Entzündung des entwichenen Gases könnte demnach zu dem tragischen Unglücksfall geführt haben.

Die abschließende Bestätigung, ob es sich bei der verstorbenen Person um das 13-jährige Mädchen handelt, muss in den kommenden Tagen die gerichtsmedizinische Untersuchung zeigen. Während der schwer verletzte 42 Jahre alte Mann noch in der Klinik behandelt werden muss, konnten die anderen beiden Verletzten das Krankenhaus verlassen.

Das Mehrfamilienhaus ist vorerst nicht bewohnbar. Die Wohnungen haben erhebliche Brand- und Rußschäden erlitten. Die Hausbewohner sind im Hotel oder bei Freunden und Bekannten vorerst untergekommen. Der bei dem Brand entstandene Sachschaden wird mittlerweile auf mindestens 350.000 Euro geschätzt.

42-Jähriger im Krankenhaus verstorben

Wie die Polizei am Dienstagvormittag (30. November 2021) gegen 10:00 Uhr mitteilte, waren die Verletzungen des 42 Jahre alter Mannes so schwerwiegend, dass er am Montagabend im Krankenhaus gestorben ist.