Ein routinemäßiger Verbindungsflug der US Army endete am Mittwochmorgen, 18. März 2026 als Luftnotfall über dem Rhein-Main-Gebiet. Eine Cessna Citation Ultra (Kennung 95-00123), die gegen 11:08 Uhr vom See-Flughafen Cuxhaven/Nordholz gestartet war, musste ihren planmäßigen Flug vorzeitig abbrechen. BYC-News war vor Ort.
Aktivierung des Transpondercodes 7700
Während sich die Maschine in einer Höhe von etwa 11.000 Fuß über dem Raum Marburg befand, setzten die Piloten gegen 10:43 Uhr den internationalen Luftnotfallcode 7700. Dieser Code dient dazu, die Flugsicherung frühzeitig über eine Abweichung vom Normalbetrieb zu informieren, um eine vorrangige Behandlung bei der Landung zu gewährleisten.
Flugbeobachtungsdienste wie Flightradar24.com dokumentierten, dass die Cessna daraufhin in den Sinkflug ging und mehrere Runden über dem Taunus und dem Rhein-Main-Gebiet drehte. Vor der endgültigen Landung auf dem Militärflugplatz Wiesbaden-Erbenheim um 11:45 Uhr führte die Besatzung zwei Durchstartmanöver durch, bevor das Flugzeug sicher aufsetzte.
Ursache bleibt vorerst ungeklärt
Obwohl der Code 7700 ein breites Spektrum von Ursachen – von medizinischen Notfällen bis hin zu technischen Defekten wie Triebwerksproblemen – abdeckt, wurden vor Ort keine besonderen Vorkommnisse beobachtet. Da zum Luftnotfall über dem Rhein-Main-Gebiet keine Rettungskräfte erkennbar in Erscheinung traten, wird derzeit von einem technischen Defekt ohne unmittelbare Gefährdung ausgegangen. Die Airbase Wiesbaden-Erbenheim hat sich zu dem Vorfall bislang nicht offiziell geäußert.
Hintergrund zum Standort Erbenheim
Der Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim (WAAF) dient der US Army primär als Stützpunkt für den Passagiertransport innerhalb Europas. Die dort stationierte Flotte wird vom 1-214. Aviation Regiment verwaltet. Neben militärischen Flügen wird der Luftraum regelmäßig für zivile Notfälle, Organtransporte oder polizeiliche Verkehrsüberwachung genutzt, was etwa 20 bis 40 Prozent der jährlichen Flugbewegungen ausmacht.







