Leitartikel zu Melanie Wegling (SPD Ginsheim-Gustavsburg) | Am 14. März finden in Ginsheim-Gustavsburg die Kommunalwahlen statt. Melanie Wegling steht auf Listenplatz 1 des SPD Ginsheim-Gustavsburg. BYC-News hat im Rahmen des Politikspecials Ginsheim-Gustavsburg zur Kommunalwahl mit der SPD-Kandidatin darüber gesprochen, wie sie zur Politik kam.


„Mir wurde es in die Wiege gelegt mich selbst um Dinge zu kümmern“

Melanie Wegling ist 31 Jahre alt und lebt in Ginsheim. Sie arbeitet bei der Firma Brita in Taunusstein im strategischen Vertrieb im Online-Geschäft und kümmert sich dort um die Vermarktung von Wasserfiltern in ganz Europa.

Die SPD-Kandidatin ist in einem Mehrgenerationenhaushalt mit ihren Eltern und Großeltern aufgewachsen. Es sei in dem Haushalt schon immer darum gegangen, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur an sich selbst zu denken, erklärt sie. „Meine Großeltern waren der SPD schon sehr verbunden und es wurde immer schon sehr kontrovers über die Politik diskutiert. Mir wurde es also in die Wiege gelegt, sich selbst um etwas zu kümmern, wenn man etwas verändern möchte“, sagte Wegling.

Während sie ihr Abitur machte, hatte sie dann überlegt, was sie studieren möchte. Schließlich kam die SPD-Kandidatin zu dem Entschluss, dass sie gerne Politikwissenschaft und Sinologie studieren möchte. „Als ich das meinen Eltern vorschlug, haben sie erst einmal kritisch hinterfragt, was ich denn damit anfangen kann. Zur ersten Orientierung, habe ich dann ein Praktikum bei dem damaligen Bundestagsabgeordneten der SPD, Gerold Reichenbach, gemacht. Das war 2009. Durch glückliche Zufälle wurde dort dann eine Vollzeitstelle frei, die ich dann auch bekam“, so Melanie Wegling. So kam es, dass sie zu Beginn des Studiums bereits Vollzeit im Wahlkreisbüro mitgearbeitet hatte, denn im gleichen Jahr standen auch die Bundestagswahlen an. Bei den Vorbereitungen dazu war sie stark involviert.

Die Arbeit der Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker hatte sie beeindruckt

„Zuerst hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm, mich auch parteipolitisch zu engagieren, bin dann aber über den Job mit der SPD hier vor Ort in Kontakt gekommen. Mich hatte es sofort beeindruckt, wie sich Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich zusammenfinden und sich um Themen zu kümmern, die die Allgemeinheit betreffen. Ich habe dann erstmal bei den Jusos (Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD) mitgemacht und bin so in die Politik heran gekommen“, erklärt die SPD-Kandidatin. Im Jahr 2011 ist sie dann erstmalig bei der Wahl für die Stadtverordnetenversammlung angetreten und wurde dann auch ins Stadtparlament gewählt. Bei der darauffolgenden Kommunalwahl, war sie wieder weit vorne mit dabei und konnte dann auch die Verantwortung als Fraktionsvorsitzende der SPD Ginsheim-Gustavsburg übernehmen.

Der Politische Weg von Melanie Wegling hört allerdings keinesfalls in Ginsheim-Gustavsburg auf. Im vergangenen Jahr entschied sie sich, für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. Die Nominierungsreise durch den Kreis Groß-Gerau hat sie erfolgreich gemeistert und wurde im November 2020 mit großer Mehrheit von der SPD im Kreis Groß-Gerau aufgestellt. Nun ist sie die Direktkandidaten der SPD für die Bundestagswahl. „Für mich geht es also nach der Kommunalwahl direkt weiter, weil ich alles gebe, damit der Kreis wieder durch eine direkt gewählte SPD-Abgeordnete in Berlin vertreten wird. Ich baue auf meine Erfahrung aus der Kommunalpolitik, um eine bessere Finanzausstattung für Städte und Gemeinden zu erreichen, und eine laute Stimme für Steuergerechtigkeit und Klimaschutz in Berlin zu sein“, sagt Melanie Wegling abschließend.