Der Wahlabend der rheinland-pfälzischen Landtagswahl am 22. März 2026 brachte in der Landeshauptstadt klare Verhältnisse. Während landesweit ein enges Rennen zwischen den großen Volksparteien herrschte, konnten sich in den drei Mainzer Wahlkreisen profilierte Köpfe durchsetzen. Die Liste der Wahlkreisgewinner in Mainz zeigt eine Teilung der Stadt: Während das Zentrum und die nördlichen Stadtteile fest in SPD-Hand bleiben, konnte die CDU im Westen und im angrenzenden Landkreis Mainz-Bingen punkten.
SPD dominiert im Stadtzentrum und im Osten
In den Wahlkreisen I und II konnten die amtierenden SPD-Minister ihre langjährige Erfahrung und Bekanntheit in Wählerstimmen ummünzen.
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Mainz I (Wahlkreis 27): Hier sicherte sich Innenminister Michael Ebling (SPD) das Direktmandat. Mit 12.056 Stimmen (28,2 %) setzte er sich in den Stadtteilen Altstadt, Neustadt, Oberstadt und Hartenberg/Münchfeld gegen seine Mitbewerber durch. Ebling unterstrich damit seine starke Verankerung in der Stadt, deren Oberbürgermeister er vor seinem Wechsel ins Ministeramt war.
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Mainz II (Wahlkreis 28): Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) bleibt ebenfalls eine feste Größe unter den Wahlkreisgewinnern. Sie holte 11.930 Stimmen, was einem Anteil von 28,8 % entspricht. Zu ihrem Wahlkreis gehören die bevölkerungsreichen Stadtteile Bretzenheim, Gonsenheim, Hechtsheim, Mombach und Weisenau.
CDU-Erfolg im Mainzer Westen
Eine Überraschung oder zumindest eine Bestätigung des bürgerlich-konservativen Trends lieferte der Wahlkreis Mainz III.
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Mainz III (Wahlkreis 29): Johannes Schäfer (CDU) ist hier der klare Sieger. Mit einem deutlichen Vorsprung und 10.527 Stimmen (32,3 %) sicherte er sich das Mandat. Dieser Wahlkreis umfasst neben den Mainzer Stadtteilen Drais, Ebersheim, Finthen, Laubenheim, Lerchenberg und Marienborn auch die Verbandsgemeinde Bodenheim aus dem Landkreis Mainz-Bingen.




