Die Handwerksbetriebe im Landkreis Mainz-Bingen sind trotz der Corona-Pandemie gut aufgestellt: Das ist das erfreuliche Fazit des jährlichen Dialoges zwischen Landrätin Dorothea Schäfer und dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft. Mit dabei war neben den Obermeistern der verschiedenen Handwerksinnungen noch Oliver Dyllick von der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Jährlicher Erfahrungsaustausch

Der Erfahrungsaustausch findet einmal jährlich statt, um aktuelle Themen zu besprechen und auf das vergangene Jahr zurückzublicken ­– in diesem Jahr in Form einer Online-Sitzung, die rege Beteiligung fand. Themen waren unter anderem die wirtschaftliche Situation der Betriebe, die Auftragslage sowie die Auswirkungen der Covid19-Pandemie auf die Unternehmen. Weiterhin wurde die derzeitige Ausbildungssituation im Landkreis thematisiert.

Der Rückblick auf das Jahr 2020 zeigt aufgrund der Corona-Krise bedingt rückläufige Ausbildungsverträge. Auch der Anteil der Beschäftigten im Handwerk ist leicht zurückgegangen. „Die Pandemie hat die Gewerke unterschiedlich getroffen. Generell gibt es einen rückläufigen Trend an Fachkräften im Handwerk, während der Umsatz zunimmt“, resümierte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Jean-Marie Manzke.

Schwere Situation für Betriebe

„Die Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen“, sagte die Landrätin des Kreis Mainz-Bingen. „Wir wissen, wie schwer die Situation für die Betriebe ist und dass die Geschäftsleute Unterstützung brauchen. Wir sind jedoch froh, dass wir auch in diesen schwierigen Zeiten mit dem Handwerk insgesamt ein stabiles Rückgrat unserer Wirtschaft in Rheinhessen haben.“

Im Hinblick auf die Ausbildungssituation führt Dorothea Schäfer weiter aus: „Anhand der aktuellen Situation des Handwerks sieht man jedoch auch, wie zukunftsfähig, sicher und damit attraktiv Handwerksberufe sind. Auch sind sie ein bedeutender Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region.“

Herausforderung Beschaffung günstiger Testkits

Eine Herausforderung für Betriebe in der aktuellen Situation ist der Einkauf von kostengünstigen Testskits für die Testung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Landrätin und das Büro für Wirtschaftsförderung prüfen, ob hier eine Kooperation mit dem Gesundheitsamt bei der Beschaffung der Testkits möglich ist.

Die Abteilung Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung weist zudem auf das „DigiBoost-Förderprogramm“ des Landes für kleine und mittlere Handwerksbetriebe in Rheinland-Pfalz hin. Bis zu 75 Prozent an Zuschüssen für Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Leistungsprozessen sind hier möglich. Der Förderantrag erfolgt über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Allgemeine Informationen zur Wirtschaftsförderung sind auf der Homepage der Kreisverwaltung unter www.mainz-bingen.de zu finden. Die Wirtschaftsförderung ist über den Reiter „Themen und Abteilungen“ und dann „Wirtschaft und Verkehr“ zu erreichen.