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Labormobil untersucht Brunnenwasser in Ingelheim

Der VSR-Gewässerschutz bietet am 21. September wieder Brunnenwasseranalysen an

Am Montag, 21. September 2026, macht das Labormobil des Vereins VSR-Gewässerschutz von 15 bis 17 Uhr auf dem Sebastian-Münster-Platz in Ingelheim Station. Matthias Ahlbrecht und Georg Stücker nehmen dort die Wasserproben von Brunnenbesitzern entgegen und informieren über die Ergebnisse.

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Untersuchung von Brunnenwasser in Ingelheim auf Nitrat, Säure und Salz

Ein eigener Gartenbrunnen kann gerade in trockenen Sommermonaten eine Möglichkeit sein, Leitungswasser beim Gießen von Pflanzen einzusparen. Gleichzeitig lässt sich ohne eine Untersuchung nicht zuverlässig einschätzen, welche Belastungen das Wasser enthält. Der VSR-Gewässerschutz bietet deshalb erneut die Möglichkeit, Brunnenwasser vor Ort analysieren zu lassen.

Für eine Beteiligung von zwölf Euro untersucht der VSR-Gewässerschutz zunächst den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt des Brunnenwassers. Die Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer nach Angaben des Vereins bereits am Ende der Aktion am Informationsstand.

Darüber hinaus können gegen eine zusätzliche Kostenbeteiligung weitere Parameter untersucht werden. Dadurch soll sich beispielsweise feststellen lassen, ob das Wasser für das Gießen von Gemüse geeignet ist oder zum Befüllen von Planschbecken und Teichen verwendet werden kann.

„Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Matthias Ahlbrecht.

Auch die Frage, ob Brunnenwasser im Notfall zum Trinken verwendet werden könnte, kann Gegenstand einer weitergehenden Untersuchung sein. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Georg Stücker.

Die Ergebnisse dieser zusätzlichen Untersuchungen werden den Brunnenbesitzern in einem ausführlichen Gutachten per Post zugesendet.

So wird die Wasserprobe vorbereitet

Für die Untersuchung muss das Brunnenwasser bereits vorab in einer geeigneten Flasche abgefüllt werden. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt dafür eine 0,5-Liter-Mineralwasserflasche aus Kunststoff.

„Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Matthias Ahlbrecht.

Die gefüllte Flasche kann anschließend am Labormobil auf dem Sebastian-Münster-Platz abgegeben werden.

Verein informiert über Grundwasser und Wassernutzung

Neben den Wasseranalysen möchte der VSR-Gewässerschutz bei seinem Termin auch über die Qualität des Grundwassers und einen nachhaltigen Umgang mit Wasser informieren.

„Brunnennutzer haben das gleiche Ziel wie wir: Unbelastetes Grundwasser“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

Nach Angaben des Vereins werden die Ergebnisse der Brunnenwasseranalysen ausgewertet und mit regionalen landwirtschaftlichen Daten abgeglichen. Die aktuellen Messergebnisse aus dem Kreis Mainz-Bingen stellt der VSR-Gewässerschutz auf seiner Internetseite zur Verfügung.

Auch die Ursachen möglicher Belastungen sollen dabei thematisiert werden. Der Verein möchte nach eigenen Angaben dazu beitragen, dass Brunnenbesitzer über die Wasserqualität informiert sind und die Nutzung des eigenen Brunnenwassers entsprechend einschätzen können.

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Regenwasser kann zur Grundwasserneubildung beitragen

Ein weiterer Schwerpunkt des Informationsangebots ist die Versickerung von Regenwasser auf privaten Grundstücken. Nach Angaben des VSR-Gewässerschutzes sinken vielerorts die Grundwasserspiegel. Regenwasser, das in niederschlagsreichen Monaten versickert, kann demnach zur Auffüllung des Grundwassers beitragen.

„Niederschlag, der in regenreichen Monaten versickert, füllt das Grundwasser wieder auf. Es wird Wasser für trockene Monate gespeichert. In Dürreperioden sind Gartenbesitzer froh, wenn sie auf das Wasser aus dem eigenen Brunnen zurückgreifen können“, erklärt Susanne Bareiß-Gülzow.

Am Informationsstand gibt der Verein deshalb auch Tipps, wie Wasser im eigenen Garten möglichst nachhaltig genutzt werden kann.

Wer Fragen zur Wasserqualität hat, kann sich zudem telefonisch an die Gewässerexperten des Vereins wenden. Die Beratung findet donnerstags von 10 bis 14 Uhr unter 02831 9763342 statt.