BYC-NewsMainzKüken schlüpfen wieder im Naturhistorischen Museum Mainz

Küken schlüpfen wieder im Naturhistorischen Museum Mainz

Neu in diesem Jahr ist das KNAX-Programm im Rahmen von „Küken live!“, das dank der Unterstützung der Rheinhessen Sparkasse umgesetzt werden kann.

Nachrichten aus Mainz – Ein leises Piepsen liegt in der Luft: Im Naturhistorischen Museum Mainz ist wieder Küken-Zeit. Wie aus dem Ei gepellt: In diesem Jahr schlüpfen die kleinen Museumsbewohner erstmals im großen Sonderausstellungsbereich – mit mehr Platz, neuen Inhalten und einem deutlich erweiterten Gehege.

Den Gästen wird ein lebendiges Museumserlebnis geboten: Wer „Küken live!“ besucht, erfährt Wissenswertes zur Evolution der Tiere, bekommt Einblicke in unterschiedliche Haltungsformen und lernt die Vielfalt der Tiergruppe kennen. Mit zahlreichen Informationen und Illustrationen bietet die Ausstellung einen facettenreichen Streifzug durch die Vogelwelt.

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Küken hautnah erleben im Naturhistorischen Museum Mainz

„Mitten im Herzen der Landeshauptstadt die Entwicklung der Küken so nah beobachten zu können, bietet eine ganz besondere Erfahrung für Jung und Alt. Insbesondere denjenigen mit wenig Berührung zu naturwissenschaftlichen Themen eröffnet das Küken-Schlüpfen die Möglichkeit, die Entwicklung der kleinen Nestflüchter vom Ei bis zum Schlupf hautnah mitzuerleben“, betont Ludwig Holle, neuer Dezernent für Bauen, Denkmalpflege und Historisches Erbe, während seiner ersten Pressekonferenz im Naturhistorischen Museum.

Tradition mit neuem Konzept

Das jährliche Küken-Schlüpfen ist bereits seit den 1980er-Jahren fest im Veranstaltungsprogramm des Museums verankert und zählt bis heute zu den Highlights des Naturhistorischen Museums.

Das neue Konzept, das mehr Wissen über Hühner und ihre Artgenossen vermittelt, war für das Museumsteam eine bewusste Entscheidung. Denn im Laufe der Jahre hat sich das gesellschaftliche Denken über dieses Thema stark gewandelt. Heute gilt: mehr Kontext und weniger geschlüpfte Küken. Das Verständnis biologischer Fakten und naturwissenschaftlicher Zusammenhänge hat in der Gesellschaft an Stellenwert gewonnen.

Die Ausstellung zeigt die Tiere daher nicht nur in Flausch und Farbe, sondern stellt auch ihre wilden Verwandten vor – von Kolibris bis zum Strauß. Passend dazu wurde der Titel von „Küken schlüpfen“ in „Küken live! Hühner, Vögel, Fakten“ umbenannt und orientiert sich damit stärker am Puls der Zeit.

Fragen rund ums Ei im Naturhistorischen Museum Mainz

„Woher kommen die Frühstückseier?“ oder „Warum gibt es weiße und braune Eier?“ sind nur einige der Fragen, denen Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung begegnen werden.

„Am Beispiel der Küken wird sehr deutlich, was pädagogische Bildungsarbeit bewirken kann. Wir möchten unseren Gästen die Verbindung zwischen lebendigen Tieren und der Herkunft unserer Nahrung aufzeigen. In unserem schnelllebigen Alltag bleibt oft wenig Zeit für die Auseinandersetzung mit diesen gesellschaftlich relevanten Fragestellungen“, betont Museumsdirektor Dr. Bernd Herkner.

Das Museum wolle eine Brücke zwischen der Vermittlung biologischer Fakten und dem Zusammenleben von Tier und Mensch schlagen und so ein lebendiges Museumserlebnis mit Bildungsfaktor bieten.

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Bewusstsein für Konsum und Herkunft von Lebensmitteln

Die zunehmend komplexeren Produktionsprozesse von Lebensmitteln machen es Konsumenten schwer, die Herkunft von Nahrungsmitteln nachzuvollziehen. Viele Menschen wissen kaum noch, woher beispielsweise Eier kommen oder welche Bedeutung unterschiedliche Haltungsformen haben.

„Als tierische Botschafter für einen bewussteren Umgang mit Natur und Konsumverhalten leisten die Küken jedes Jahr aufs Neue überzeugende Arbeit. Auf ganz ungezwungene Weise gewinnen sie die Herzen unserer Gäste, vermitteln dabei Wissen und regen dazu an, das eigene Konsumverhalten zu überdenken“, erklärt Nicole Fischer, Vizedirektorin sowie Leiterin der Abteilung Bildung und Kommunikation.

Die direkte Beobachtung der Tiere löse bei vielen Besucherinnen und Besuchern vom Naturhistorischen Museum Mainz eine emotionale Reaktion aus, die auf andere Weise kaum zu erreichen sei. Dadurch könne eine Veränderung im Bewusstsein entstehen, die letztlich auch Auswirkungen auf die Lebensbedingungen vieler Tiere habe.

Artgerechte Haltung im Museum

Wie jedes Jahr wird besonderes Augenmerk auf die artgerechte Haltung der Küken gelegt. Ein Brutkasten mit regulierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit dient als geschützter Schlupfort für die Tiere. Geschultes Fachpersonal kümmert sich um ihr Wohlergehen und achtet darauf, dass sie sich gut entwickeln.

Die größeren Küken werden nach jeweils zehn Tagen im Museum zurück zum privaten Züchter gebracht. Dann nehmen ihre jüngeren Artgenossen ihren Platz unter der Wärmelampe ein.

Dank der größeren Ausstellungsfläche im Naturhistorischen Museum Mainz können die Tiere nun in einem größeren Gehege laufen und gemeinsam mit ihren Artgenossen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten erkunden. Außerdem wurden zusätzliche Wärmelampen angebracht, unter denen sich die Küken zurückziehen können.

Besuchszeiten und Führungen im Naturhistorischen Museum Mainz

Wer neugierig auf die Museumsküken geworden ist, hat zwischen dem 9. März und dem 12. April die Gelegenheit, sie zu besuchen. Für Gruppen, Kitas und Schulen werden außerdem Führungen angeboten. Besucherinnen und Besucher können die Küken auch ohne Führung während der regulären Öffnungszeiten des Museums sehen.

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Neues KNAX-Programm für Kinder

Neu in diesem Jahr ist das KNAX-Programm im Rahmen von „Küken live!“, das dank der Unterstützung der Rheinhessen Sparkasse umgesetzt werden kann.

Am 7., 8. und 9. April können Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren jeweils von 14 bis 16 Uhr kostenlos an einer Führung im Naturhistorischen Museum Mainz teilnehmen.

Anmeldungen für das Begleitprogramm werden telefonisch unter 06131 – 12 2913 oder per E-Mail an buchung.nhm@stadt.mainz.de entgegengenommen.

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