Die niedersächsische König-Gruppe mit Hauptsitz in Moringen hat beim Amtsgericht Göttingen Anträge auf ein Sanierungsverfahren gestellt. Die angeordnete Insolvenz in Eigenverwaltung betrifft die Holding König SE & Co. KG sowie die Tochtergesellschaften König-Fachpersonal GmbH & Co. KG und König-Profilsysteme GmbH & Co. KG. Ziel des Verfahrens ist die Restrukturierung des Traditionsunternehmens und der Erhalt der rund 1.000 Arbeitsplätze über den Einstieg eines neuen Investors.
Branchenkrise und Auslastungsrückgang belasten Geschäftsentwicklung
Das Unternehmen ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Neben der Produktion von Metallprofilen und Zubehör für den Innenausbau an seinem Stammsitz stellt die Gruppe an mehr als 15 Standorten in Deutschland und Österreich Fachpersonal für Industrie, Handwerk und Logistik bereit. Der Auslöser für den Schritt in die Insolvenz in Eigenverwaltung liegt in einer anhaltenden negativen Marktentwicklung. Eine sinkende Auslastung sowie ein gestiegener Preis- und Margendruck, verstärkt durch die allgemeine Krise in der Baubranche, führten zu den wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Im Zuge der Eigenverwaltung verbleibt die bisherige Geschäftsführung im Amt. Sie wird bei der Umsetzung des Sanierungskonzepts von externen Restrukturierungsexperten unterstützt. Bereits im Juli hatte die auf Mittelstandssanierungen spezialisierte Ljungman CRO GmbH operative Beratungsaufgaben bei dem Personaldienstleister und Profilhersteller übernommen.
Insolvenzgeld sichert Gehälter und Geschäftsbetrieb der König-Gruppe läuft weiter
Der operative Geschäftsbetrieb an den Standorten der König-Gruppe wird im Rahmen des Verfahrens aufrechterhalten. Die Entgelte der rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für einen Zeitraum von drei Monaten über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Das eingeleitete Investorenverfahren soll bis zum Ende des laufenden Jahres abgeschlossen werden, um die Weiterführung der Geschäftsaktivitäten dauerhaft zu garantieren.







