Der Streik vom Dienstag (08. März 2022) des Kita-Personals bezeichnet die Mainzer CDU als wichtiges Signal, um auf die Situation an den Mainzer Kitas aufmerksam zu machen. „Wir unterstützen die Erzieherinnen und Erzieher, die nicht erst seit der Pandemie eine hervorragende Arbeit leisten und unter großem Druck stehen“, erklärt Hannsgeorg Schönig, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Seit längerem fordere die CDU-Stadtratsfraktion, dass die Stadt als Arbeitgeber endlich ihrer Verpflichtung nachkommt, den Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden und mehr Personal für Mainzer Kitas einzustellen.


Die jugendpolitische Sprecherin der CDU Claudia Siebner verdeutlicht die Lage

„Derzeit sind nach Angaben der Stadt 130 Stellen unbesetzt, was bedeutet, dass ca. 300 Kinder keinen Kita-Platz haben, obwohl sie eigentlich einen Rechtsanspruch darauf hätten“, so Siebner. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Personalsituation an den Mainzer Kitas verheerend ist. Darüber hinaus werden in Zukunft noch weitere Stellen geschaffen. „Die Stadt hat bereits jetzt keine Idee, wie die offenen Stellen besetzt werden sollen – wie sollten da noch mehr besetzt werden?“, fragt Siebner. Die Stadt steuere sehenden Auges auf eine Katastrophe zu.

Es sei geboten, über den Tellerrand zu schauen und einen Blick auf Wiesbaden und das gesamte Umland zu werfen. In Wiesbaden verdienten Erzieherinnen und Erzieher beispielsweise mehr. „Wenn fünf Kilometer weiter für die gleiche Arbeit mehr Geld bezahlt wird, dann ist der Anreiz groß, jeden Morgen über den Rhein zu fahren“, so Siebner. Die Erziehung unserer Kinder müsse der Stadt etwas Wert sein. Aus diesem Grund fordert Siebner das Lohnniveau anzupassen, denn nur so lasse sich nachhaltig Personal gewinnen und halten.