Der Landkreis nutzt unter anderem die Warn-App KATWARN, um seine Bürgerinnen und Bürger vor möglichen Gefahren zu unterrichten und Hilfestellungen zu geben. Nun wurde die App um zwei Funktionen erweitert.


Kritischer Alarm mit Warnton

Beim Versenden einer Warnung der Stufe „extreme Gefahr“ kann automatisch ein kritischer Alarm ausgelöst werden. Das bedeutet, dass die App einen lauten Warnton abspielt –unabhängig davon, ob das Handy stummgeschaltet ist oder lediglich eine geringe Lautstärke eingestellt ist. Anrufe, Musik oder andere Medien, die während des Alarms laufen, werden übertönt beziehungsweise unterbrochen. Um diese Funktion zu nutzen, muss jedoch jeder Besitzer eines Apple iPhones die neueste Version der App installieren und die dann auftretende Popup-Meldung bestätigen.

Beim Betriebssystem Android kann der Alarm im Navigationsmenü eingeschaltet werden. Beide Einstellungen können jederzeit rückgängig gemacht werden. Aber Achtung: Der kritische Alarm nimmt keine Rücksicht, wo sich einzelne Personen befinden, es soll ja schließlich in besonderen Notfällen gewarnt werden. Das tut er, aber dann auch an sensiblen Orten, wie im Kino, Theater, bei Krankenhausbesuchen oder in der Kirche.

Außerdem werden nun auch SMS-Nutzer von externen Stellen bei der Warnstufe „extreme Gefahr“ gewarnt. Bisher konnte dies leidglich der Landkreis als auslösende Stelle veranlassen. Nun wird diese Einschränkung aufgelöst. Sollte also beispielsweise der Deutsche Wetterdienst vor einer „extremen Gefahr“ warnen, erhalten nicht mehr nur die 30.036 App-Nutzer diese Meldung, sondern auch diejenigen 432 Nutzer, die sich nur per SMS warnen lassen. Die Mehrkosten, die diese Warnmeldungen verursachen, trägt der Landkreis.