Der VC Wiesbaden e.V. stellt die Weichen für die sportliche Zukunft und baut seine internen Strukturen weiter aus. Joshka Wawra wird künftig die zentrale Rolle als hauptamtlicher Trainer im Nachwuchs- und Leistungsbereich des Traditionsvereins übernehmen. Mit seiner fundierten Erfahrung in der Ausbildung junger Talente, einem modernen Trainingsverständnis und einer tiefen Identifikation mit dem Volleyballsport soll Wawra die nachhaltige Weiterentwicklung des Standorts maßgeblich vorantreiben.
Zuvor war Wawra sieben Jahre lang beim Volleyball-Club Offenburg tätig, wo er zuletzt als hauptamtlicher Jugendleiter den weiblichen Nachwuchsbereich verantwortete. Neben seinen Verdiensten im Jugendbereich bewies er seine Qualitäten im leistungsorientierten Erwachsenensport, indem er das dortige Team als Cheftrainer von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga führte.
Fokus auf Durchlässigkeit und moderne Ausbildung
Die Verantwortlichen in der hessischen Landeshauptstadt versprechen sich viel von der Personalie. Bene Frank, Sportlicher Leiter für den e.V. und die Bundesliga-GmbH, betont, dass Wawra perfekt für eine enge Verzahnung zwischen dem Jugend- und dem Profibereich stehe. Genau diese Durchlässigkeit sei für die Zukunft beim VC Wiesbaden von elementarer Bedeutung.
Ergänzend zur rein sportlichen Ausbildung auf dem Feld werden künftig auch beim VC Wiesbaden spezielle Module des Programms „Home for Female Professionals“ in das Jugendtraining integriert. Dieses Konzept legt großen Wert auf Aspekte wie die individuelle Persönlichkeitsentwicklung, Team-Play und die Stärkung der mentalen Widerstandskraft junger Athletinnen.
Ein wichtiger Schritt nach vorn
Für Joshka Wawra selbst bedeutet das neue Engagement eine große Chance und den nächsten logischen Karriereschritt. Obwohl er Offenburg mit viel Herzblut verlassen habe, gehöre der VC Wiesbaden zu den attraktivsten Adressen im deutschen Frauen-Nachwuchsvolleyball.
„Mir ist besonders wichtig, jungen Spielerinnen Spielfreude, Teamgeist und eine gesunde Leistungsmentalität zu vermitteln“, erklärt Wawra mit Blick auf seine neue Aufgabe. Ein moderner Trainer im Jugendsport müsse eine gesunde Teamkultur einfordern, gleichzeitig aber die Freude am Spiel bewahren. In Wiesbaden sieht er zudem die optimale Möglichkeit, von einem erfahrenen Trainerteam zu lernen.
Nachhaltige Talententwicklung im deutschen Volleyball
Der 1977 gegründete VC Wiesbaden ist seit jeher auf den Frauen- und Mädchenvolleyball spezialisiert. Während das Profi-Team seit 2004 ununterbrochen in der 1. Bundesliga aufschlägt und 2024 sogar das Europapokal-Halbfinale des CEV Challenge Cups erreichte, gilt die Nachwuchsarbeit als das eigentliche Fundament des Vereins. Mit mehr als 30 Nachwuchsmannschaften, die regelmäßig überregionale Titel einfahren, genießt die Ausbildung einen exzellenten Ruf.
Joachim Raczek, der 1. Vorsitzende des VC Wiesbaden, macht deutlich, dass der Verein zu einem hochmodernen Ausbildungsstandort transformiert werden soll. Neben der Verpflichtung Wawras setzt der e.V. vermehrt auf die Integration aktiver Spielerinnen aus den Bundesliga-Teams als Co-Trainerinnen im Nachwuchsbereich, um die Verzahnung zwischen Jugend und Spitzensport perfekt zu machen.
Diese Nähe zu den Profis wird durch die ambitionierte Kaderplanung für die anstehende Saison 2026/2027 in der 1. Volleyball Bundesliga zusätzlich attraktiv: Der Fokus liegt dabei auf einem kompakten Mittelblock. Neben der routinierten Rückkehrerin Rachel Gomez (30) wird künftig auch das Top-Talent Roos Wessels das blaue Trikot der Hessinnen tragen. Die 20-jährige Niederländerin wechselt als amtierende Landesmeisterin von Apollo 8 nach Wiesbaden – ein echter Transfer-Coup für den Bundesligisten, von dessen Erfahrungen künftig auch die Nachwuchsspielerinnen des VC Wiesbaden direkt profitieren können.





