In ihrer konstituierenden Sitzung hat die Stadtverordnetenversammlung Gernsheim am Mittwoch (21. April 2021) Josef Geiger zum neuen Stadtverordnetenvorsteher gewählt. Josef Geiger gehört seit 2016 der Stadtverordnetenversammlung an und war dort bisher stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.


Erfahrung in der Gremienarbeit

In seiner Vorstellungsrede wies er darauf hin, dass er vorher bereits als Mitglied der Gemeindevertretung in seinem Heimatort in Rheinland-Pfalz sowie im Pfarrgemeinderat der katholischen Kirchengemeinde Maria-Magdalena Erfahrung in der Gremienarbeit gesammelt habe.

Zudem hätte er als langjähriges Mitglied und Vorsitzender des Personalrats gelernt, wie wichtig es sei, ausgleichend und vermittelnd zu agieren. Mit einem Augenzwinkern fügte Josef Geiger, der seit 21 Jahren die Fächer Politik und Wirtschaft am Gymnasium Gernsheim unterrichtet, hinzu, dass diese Aufgabe bei Lehrerinnen und Lehrern bekanntermaßen nicht immer ganz leicht sei. Als gute Voraussetzung für sein neues Amt sieht er, dass die praktische Vermittlung von Politik aufgrund seines Berufes für ihn tägliches Geschäft sei.

Deutliche Mehrheit gegen Herbert Weckerle

In der anschließenden Abstimmung setzte sich Josef Geiger mit deutlicher Mehrheit gegen Herbert Weckerle durch, der kurzfristig von der SPD nominiert worden war.

Der neue Stadtverordnetenvorsteher bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen und bat die Stadtverordneten in den kommenden fünf Jahren auch bei kontroversen Diskussionen stets respektvoll miteinander umzugehen. Die Abgeordneten müssten die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger hören und dennoch mit kühlem Kopf entscheiden.

Nachdem er seine erste Sitzung als Vorsitzender nach genau vier Stunden geschlossen hatte, versprach Josef Geiger den sichtlich erschöpften Abgeordneten, dass er künftig eher eine Sitzungsdauer von zwei statt vier Stunden anstrebe.