StartSportJohn Cena zieht einen Schlussstrich unter seine WWE Ring-Karriere

John Cena zieht einen Schlussstrich unter seine WWE Ring-Karriere

Die Wrestling-Legende spricht offen über sein Leben nach dem Rücktritt

John Cena hat seine aktive WWE-Karriere beendet, möchte dem Unternehmen aber weiterhin eng verbunden bleiben. Im beliebten Podcast „Conan O’Brien Needs A Friend“ sprach der 49-Jährige ausführlich darüber, wie er seine persönliche Zukunft sieht und warum sein Abschied vom Ring für ihn wesentlich endgültiger ist als bei vielen anderen Wrestling-Legenden. Seit dem Ende seiner aktiven Laufbahn tritt der langjährige Champion bei der WWE ganz bewusst nicht mehr so auf, wie ihn die Zuschauer über viele Jahrzehnte kannten.

Keine falschen Hoffnungen bei den Fans

Statt in knalliger Ringkleidung oder den ikonischen Merchandise-Shirts aufzutreten, trägt er bei seinen Auftritten inzwischen völlig andere Kleidung. Er präsentiert sich viel stärker in der Rolle eines offiziellen Repräsentanten des Unternehmens. Dahinter steckt eine klare und wohlüberlegte Absicht. Er möchte unter allen Umständen vermeiden, dass sein reines Erscheinen in der Arena automatisch Erwartungen an ein weiteres Match auslöst.

Die Zuschauer hätten sich über Jahrzehnte hinweg daran gewöhnt, dass Wrestler ihren Rücktritt tränenreich ankündigen und dann wenig später doch wieder in den Ring steigen. Diese tief verwurzelte Erwartungshaltung möchte er bei sich ganz gezielt durchbrechen. Seine veränderte äußere Präsentation soll deutlich unterstreichen, dass ein künftiger Auftritt von ihm nicht bedeutet, dass er kurz darauf wieder körperlich aktiv wird. Für ihn ist diese strikte Trennung von enormer Bedeutung, da er mit seiner aktiven Karriere im Ring vollständig abgeschlossen hat. Er möchte sich nicht in einer Situation wiederfinden, in der ein vermeintlich einmaliges Comeback am Ende doch wieder zu weiteren Matches führt.

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Ein Comeback passt nicht mehr in die Lebensphase

Dabei sprach er ungewöhnlich ehrlich und eindeutig über die theoretische Möglichkeit eines zukünftigen Comebacks. Sein Körper habe über viele Jahre hinweg extreme physische Belastungen ausgehalten. Das harte Wrestling-Geschäft passe inzwischen einfach nicht mehr zu den persönlichen Zielen, die er für sein weiteres Leben ins Auge gefasst habe. Mit dieser klaren Haltung unterscheidet er sich deutlich von zahlreichen anderen bekannten Namen der Branche. Viele Legenden ließen selbst nach einem großen, offiziellen Karriereende zumindest eine kleine Hintertür für ein einzelnes, lukratives Match offen. John Cena möchte diesen klassischen Weg offensichtlich nicht gehen.

Sein Rücktritt soll nicht bloß eine etwas längere Pause darstellen, sondern das tatsächliche und unwiderrufliche Ende regelmäßiger körperlicher Auseinandersetzungen im Ring. Genau deshalb legt er so unfassbar großen Wert darauf, dass seine zukünftigen WWE-Auftritte von der Öffentlichkeit völlig anders wahrgenommen werden.

Die WWE bleibt eine lebenslange Familie

Diese konsequente Entscheidung bedeutet allerdings keineswegs, dass die Legende dem professionellen Wrestling den Rücken kehrt. Im Gespräch unterstrich er einmal mehr seine enorm enge und tiefe Verbindung zur WWE. Nach mehr als zwei unvergesslichen Jahrzehnten an der Spitze betrachtet er das Unternehmen nicht nur als seinen früheren Arbeitgeber. Die Liga bleibt ein essenzieller Teil seines eigenen Lebens, den er auch nach seinem sportlichen Rücktritt mit voller Kraft unterstützen möchte.

Künftig sieht er seine Rolle viel stärker darin, den Marktführer nach außen zu repräsentieren und große Veranstaltungen professionell zu begleiten. Als globaler Botschafter schließt er Auftritte vor den laufenden Kameras auch weiterhin absolut nicht aus. Anders als in seiner Hochphase sollen diese Gastspiele jedoch nicht automatisch mit einer intensiven Storyline oder einem drohenden Match verbunden sein.

Eine vielschichtige Identität abseits des Rings

Ein weiterer, sehr intimer Teil des Gesprächs verdeutlichte, weshalb er mit dem Ende seiner kräftezehrenden In-Ring-Karriere offenbar so vergleichsweise gelassen umgehen kann. In den vergangenen Jahren sei er in Interviews immer wieder besorgt gefragt worden, ob ihm der harte Übergang in ein ruhigeres Leben ohne aktives Wrestling schwerfallen werde. Schließlich habe er einen signifikanten Großteil seines bisherigen Erwachsenenlebens im unerbittlichen Rhythmus der WWE verbracht. Über Jahrzehnte absolvierte er einen extrem intensiven Reiseplan rund um den Globus.

Er sieht sich selbst jedoch nicht ausschließlich als Wrestler, und genau diese Differenzierung ist für ihn mental absolut entscheidend. Das Wrestling war ein enorm wichtiger Bestandteil seines Lebens und seiner öffentlichen Identität, aber eben nicht der einzige Pfeiler seiner gesamten Persönlichkeit. Anstatt also verzweifelt und wehmütig an dem festzuhalten, was er in der Vergangenheit einmal war, möchte er lieber akzeptieren, dass sich sein Leben organisch weiterentwickelt hat.

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Die florierende Karriere in Hollywood

Hinzu kommt die Tatsache, dass er sich längst eine extrem erfolgreiche zweite Karriere in Hollywood aufgebaut hat. Während seine ersten filmischen Gehversuche noch stark von seiner damaligen WWE-Tätigkeit überschattet wurden, ist die Schauspielerei inzwischen ein völlig eigenständiger und florierender Bestandteil seines Berufslebens geworden.

Nach vielbeachteten Rollen in massiven Produktionen wie „Bumblebee“, „The Suicide Squad“ und der gigantischen „Fast & Furious“-Reihe hat er sich endgültig abseits des Rings etabliert. Besonders seine gefeierte Rolle als Christopher Smith in der Serie „Peacemaker“ verschaffte ihm enorme zusätzliche Anerkennung in der Branche. Auch nach seinem WWE-Rücktritt bleibt sein Terminkalender prall gefüllt. Mit Filmen wie „Coyote vs. Acme“ und „Matchbox: The Movie“ stehen bereits die nächsten großen Kino-Projekte in den Startlöchern.