INTERVIEW TEIL 1: Am 9. Januar 2022 steht die Bürgermeisterwahl in der Stadt Oppenheim an. Für die SPD kandidiert Jörg Steinheimer. BYC-News sprach mit ihm über seine Kandidatur und darüber, welche Themen ihm wichtig sind.


Seit über 20 Jahren lebt er in Oppenheim

Jörg Steinheimer wurde in der Landeshauptstadt Mainz geboren und lebt in der Zwischenzeit seit über 20 Jahren in seiner Wahlheimat Oppenheim. Seit 19 Jahren ist er mit seiner Frau Sandra verheiratet. Gemeinsam haben sie eine Tochter im Alter von 15 Jahren und einen Sohn im Alter von 12 Jahren. Ebenfalls mit zur Familie gehört eine Hündin sowie zwei Katzen und zwei Meerschweinchen.

Beruflich und ehrenamtlich sozial engagiert

„Von Hause aus bin ich Diplom Betriebswirt (FH) und seit 25 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz hauptamtlich angestellt und seit 11 Jahren als Geschäftsführer bei einer Rettungsdienstuntergliederung die zuständig ist für die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Birkenfeld sowie für die kreisfreien Städte Mainz und Worms. Das bedeutet für mich aktuell eine Personalverantwortung für rund 750 Mitarbeiter. Dabei lernt man durchaus Dinge wie eine Verwaltung zu führen und die Finanzsituation im Blick zu behalten. Das lässt sich sicherlich nicht 1zu1 auf die Tätigkeit eines ehrenamtlichen Stadtbürgermeisters übertragen. Trotzdem kann ich da natürlich aus einem Erfahrungsschatz schöpfen, der sicherlich hilfreich sein wird“, erklärt Jörg Steinheimer.

Neben dem Beruf ist er auch ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz engagiert. Dazu erklärt er: „Allerdings möchte ich betonen, dass das DRK sieben Grundsätze hat, wovon einer die Unabhängigkeit ist. Für mich bedeutet das, dass das Politische und das DRK sicherlich nebeneinander existieren können aber nichts miteinander zu tun haben. Das heißt die Politik hat beim Deutschen Roten Kreuz nichts zu suchen und umgekehrt verhält sich auch das DRK politisch neutral. Das habe ich schon in der Vergangenheit so gehandhabt und werde es auch künftig als Bürgermeister tun, wenn die Bürger mich wählen.“

Der Weg zur SPD

Schon als Jörg Steinheimer noch Student war, wollte er sich politisch engagieren. Nach zahlreichen Gesprächen auf der örtlichen Ebene hat er sich schließlich für den Beitritt bei der SPD entschieden. „Ich habe natürlich geschaut, welche Werte mit da am nächsten sind. Wie man an meinem Werdegang sieht, bin ich sozial sehr engagiert. Das ist es, was mein Leben immer wieder bestimmt. Deshalb hab ich mich schließlich auch für die SPD entschieden“, berichtet Steinheimer. Von 2004 bis 2019 saß er im Stadtrat und war in dieser Zeit Erster Beigeordneter.

Steinheimer erklärt, wieso er sich zu der Kandidatur entschieden hat: „Ich habe schon länger den Gedanken gehabt, für die Position als Bürgermeister zu kandidieren. Meine Kinder sind mittlerweile schon aus den Kinderschuhen herausgewachsen sodass ich nun die Möglichkeit habe, das Amt zeitlich zu managen. Nachdem der vorherige Stadtbürgermeister, Walter Jertz, den ich sehr schätze, leider das Amt niederlegen musste, kam dann die Überlegung auf zu kandidieren. Ich habe mich dann innerhalb der Partei abgestimmt und schließlich den Entschluss gefasst, dem Vorschlag des SPD Ortsverbandes Oppenheim, mich als Kandidat aufzustellen zu folgen und mich als Kandidat bei den Menschen in Oppenheim zu bewerben.“

Mit Herz und Verstand handeln

„Für mich ist es wichtig, offen auf die Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, ihnen zuzuhören und Probleme strukturiert anzugehen, um sie zu lösen. Dazu gehört es auch, mit anzupacken, zu sehen wo Ängste und Nöte sind um dann entsprechend mit Herz und Verstand zu handeln. Gemeinsam mit dem Stadtrat möchte ich Oppenheim voranbringen. Denn in meinen Augen kann ein Bürgermeister zwar Ideengeber sein aber am Ende wird der Stadtrat, der von den Bürgern gewählt wurde, entscheiden.“

Abschließend erklärt der Oppenheimer Bürgermeisterkandidat: „Die Bürger können von mir in jedem Fall Geradlinigkeit, Ehrlichkeit und immer ein Offenes Ohr bei Fragen erwarten. Ich bringe viel Erfahrung mit und bin in der Stadt und im Land Rheinland-Pfalz gut vernetzt was Vieles einfacher macht. Zudem denke ich, dass ich von der Persönlichkeitsstruktur ein gutes Stadtoberhaupt abgeben könnte.“