Im Landkreis Groß-Gerau gibt es zwei Notarztstandorte. Einen in der Kreisstadt Groß-Gerau und einen in Rüsselsheim. BYC-News sprach im Rahmen eines Notarzt-Specials mit Dr. Thilo Hartmann aus Rüsselsheim über seine Arbeit und darüber, wieso er sich für den Beruf entschieden hat. Dr. Hartmann ist Notarzt und Geschäftsführer der Notarztgemeinschaft Rhein-Main GmbH.

Mit der Arbeit im Rettungsdienst das Studium finanziert

Dr. Thilo Hartmann ist 49 Jahre alt und lebt in Bad Soden am Taunus. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Schon recht früh hatte er sich dazu entschieden Medizin zu studieren. Im Alter von 20 Jahren begann er dann seinen Zivildienst im Rettungsdienst als Rettungssanitäter. Dadurch finanzierte er sein Medizinstudium an der Universität in Frankfurt, welches er im Jahr 1999 abschloss. „Als Medizinstudent dauert es sehr lange, bis man dann das erste Mal an einen Patienten darf. Als es dann bei mir so weit war, hatte ich natürlich durch den Rettungsdienst bereits einiges an Erfahrungen gesammelt, was mir zugute kam. Das hat sich im Prinzip toll ergänzt“, berichtet Dr. Hartmann.

Im Jahr 2001 machte der Anästhesist dann seinen Notarztschein und fährt seitdem auch als Notarzt zu Einsätzen. Im Hauptberuf ist er im GPR-Klinikum in Rüsselsheim angestellt, wo er als stellvertretender Leiter der Operativen Tagesklinik tätig ist. Zudem ist er Geschäftsführer der Notarztgemeinschaft Rhein-Main GmbH.

Begeisterung für das Ungewisse

Was ihn an dem Beruf besonders begeistert ist die Tatsache, dass man zu Beginn des Dienstes nie weiß, was einen erwartet. Ein Hausarzt habe beispielsweise Termine und weiß meist schon vorher welche Patienten er an diesem Tag sieht. Als Notarzt sei das ganz anders, da wisse man nie wann der Piepser geht und was einen erwartet. Natürlich bestehe dann auch immer die Gefahr in eine Situation zu kommen, die man auch als Notarzt nicht händeln kann. In solchen Fällen kann ein Notarzt nur selten jemanden um Rat fragen, berichtet Dr. Hartmann. Es sei schließlich in dem Moment einfach niemand da, der es besser wissen könnte. Aber genau das macht es für den erfahrenen Notarzt so spannend.

Ein weiterer für ihn großer Vorteil ist, dass er nur sehr kurze Zeit mit einem Patienten zu tun hat „Als Hausarzt hat man seine festen Patienten, die man mehr oder weniger regelmäßig sieht. Das wäre nichts für mich. Ich fahre zu einem Patienten und bin sehr schnell sehr nah am Patienten. Nicht selten kommt es vor, dass ich direkt ins Schlafzimmer laufe, wo sich der Patient befindet. Einen Raum, in den sonst normalerweise nur wenige kommen. Das ist wirklich interessant, die Leute da abzuholen wo sie sind, nämlich in ihrem normalen, bürgerlichen Leben. Dann erfolgt die Behandlung, bei der ich auch sehr schnell Erfolge oder Misserfolge sehe. Das geht oftmals innerhalb weniger Minuten, dass ich sehe ob ein Medikament oder eine Behandlung anschlägt oder nicht. Und ich freue mich immer, wenn ich schnell viel für einen Patienten tun kann. Ich verschreibe auch kein Medikament, wie beispielsweise der Hausarzt, der dann Tage oder Wochen abwarten muss, um ein Ergebnis zu sehen„, berichtet Dr. Hartmann.

Einsätze sind nach einigen Stunden erledigt

Wenn der Notarzt dann mit dem Patienten in der Klinik angekommen ist, übernehmen andere Ärzte und Mediziner den Patienten. Ab diesem Moment ist der Einsatz für Dr. Hartmann abgeschlossen und im Normalfall hat er dann nichts mehr mit dem Patienten zu tun. Auch das sieht er als Vorteil. „Meist nach rund zwei Stunden habe ich den Patienten in der Klinik abgegeben. Wenn ich meinen Bericht zum Einsatz dann geschrieben habe, dann ist das Thema für mich erledigt und abgehakt. Das hilft, Dinge nicht so nah an sich heran zu lassen und eine gewisse Distanz zu bewahren. Wenn ich dann im Anschluss wissen will, wie es dem Patienten geht, dann muss ich aktiv nachfragen, sonst höre ich davon nichts mehr“, erklärt der Notarzt.



Einsätze die man als Retter nicht vergisst

Notärzte erleben tagtäglich Dinge, die andere Menschen niemals erleben. Von schönen Dingen bis hin zu schrecklichen Schicksalen oder kuriosen Einsätzen ist alles mit dabei. Wenn ein Notarzt seinen Dienst beginnt, weiß er nicht was ihn erwartet. Genau das ist es was Dr. Hartmann so an dem Beruf begeistert. „Viele Einsätze sind natürlich Routine. Aber es gibt immer wieder Dinge, die selbst ein erfahrener Notarzt noch nicht gesehen hat“, erklärt er. „Viele denken bei schweren Verletzungen oder Unfällen immer als erstes „Oh Gott wie schrecklich“. Das ist bei Notärzten eher selten der Fall. Wenn eine solche Einsatzmeldung auf meinem Display erscheint, frage ich mich auch nach 30 Jahren Erfahrung noch immer als erstes, ob ich es hinbekomme, die Situation zu händeln“, erzählt Hartmann. Die Schrecklichkeit der Situation blende man immer erstmal aus, zumindest bis nach dem Einsatz. Das sei als Notarzt auch wichtig, denn egal welche Tragödie sich gerade abspielt, schließlich zählt, dass man funktioniert und dafür muss man ruhig bleiben. Ein panischer nervöser Notarzt wirke sich auch immer negativ auf die anderen Einsatzkräfte aus.

Dr. Hartmann gibt ein Beispiel:

„Vor einigen Wochen wurde ich zu einem schweren Unfall auf einer Landstraße alarmiert. Eine Frau war in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und als ich ankam, saß bereits ein Notfallsanitäter bei ihr im Wagen. Er hat den Platz dann für mich frei gemacht und ich habe recht schnell gemerkt, dass die Frau sehr schwer verletzt ist. Das haben natürlich auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mitbekommen, die bereits dabei waren das Fahrzeug aufzuschneiden, um die Frau zu befreien. Das hat allerdings nicht wirklich geklappt und die Feuerwehrleute wurden zusehends nervöser. Schließlich haben sie dann die Strategie geändert und versucht, das Dach abzutrennen, aber auch das hat recht lange gedauert. In der Zwischenzeit habe ich die Verletzte im Auto weiter versorgt, habe aber auch gemerkt, dass die Stimmung gerade zu kippen droht. Das ist an Einsatzstellen natürlich nicht gut, weshalb ich versuchte, die Stimmung etwas zu lockern. Als das Autodach dann schließlich ab war, habe ich die Einsatzkräfte angeschaut und ihnen gesagt, dass das natürlich so auch nicht gehe, weil es mittlerweile angefangen hat zu regnen, und ich ohne Dach nass werde. Dann war kurz Stille, die Einsatzkräfte haben alle geschmunzelt und die Anspannung hat sich etwas gelockert, sodass es dann zielgerichtet weitergehen konnte. Da wurde mir mal wieder bewusst, wie wichtig es ist in solchen Situationen ruhig und besonnen zu bleiben und nicht die Nerven zu verlieren“

Erlebnisse, die einen nicht mehr loslassen

Manche Einsätze gehen auch Dr. Thilo Hartmann nahe. Zwar werde es mit den Jahren irgendwann zur Routine, schwerstverletzte Menschen zu sehen, aber kalt lasse ihn das trotz allem natürlich nicht. „Ich beruhige mich dann immer damit, dass ich mir selbst immer wieder ins Gedächtnis rufe, dass dieser Unfall sowieso passiert wäre und ich daran nichts hätte ändern können. Aber dass ich nun mal heute Dienst habe und es deshalb meine Aufgabe ist, dem Patienten zu helfen und es wieder besser zu machen. Wenn man dann am Ende weiß, dass man mit seinem Team dem Patient hat helfen können, dann macht einen das natürlich stolz. Daraus schöpft man viel Kraft für alles was dann noch so kommt“, erklärt Dr. Hartmann. Aber es gibt immer wieder Fälle, die einem unter die Haut gehen. Meist seien es auch nicht die schrecklichen Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen sondern eher besondere Umstände. Auch hier erzählt Dr. Hartmann von einem Einsatz, der ihn lange sehr bewegt hat:

„Vor drei oder vier Jahren wurde ich von einer Kollegin gerufen. Sie sagte mir, dass sie bei einem 4-jährigen leblosen Jungen sei, der wiederbelebt werden musste. Der Kollegin gelang es nicht, den Beatmungsschlauch einzuführen, das ist bei Kindern etwas schwieriger. Weil ich als Anästhesist schon viele Kinder narkotisiert und den Beatmungsschlauch eingeführt habe, bat sie mich um Hilfe. Als ich vor Ort ankam, um sie zu unterstützen, habe ich zuerst den hellblonden kleinen Jungen gesehen. Ich habe dann den Beatmungsschlauch eingesetzt und mit fielen sehr viele blaue Flecken an dem kleinen Patienten auf. Uns hatte man vor Ort gesagt, dass diese von einem Sturz von der Couch kamen, was allerdings nicht mit der Art der Hämatome zusammenpasste. Diese wiesen viel eher auf Misshandlung hin. Der Junge konnte zunächst widerbelebt werden und kam in eine Klinik, wo er aber einen Tag später verstarb. Es wurde dann im Anschluss wegen Mordes gegen den neuen Lebensgefährten der Kindesmutter ermittelt und schließlich vor dem Gericht verhandelt. Bei der Verhandlung war ich als gutachterlicher Zeuge geladen und musste das Ganze nochmal erzählen und habe mir dabei auch die Bilder der gerichtsmedizinischen Untersuchung angeschaut. Die Bilder habe ich bis heute noch vor dem geistigen Auge. Ich habe selbst eine kleine Tochter, die auch blond ist. Sowas bezieht man dann auch mal auf das eigene Leben und überlegt sich wie das wäre, wenn der eigenen Tochter etwas Schlimmes widerfahren würde. Natürlich nicht im Bezug auf die Misshandlung. Aber generell kann man sagen, dass Parallelen zum eigenen Privatleben, wie in diesem Fall das Alter und die Haarfarbe dafür sorgen, dass einem so etwas nah geht“

Auch Notärzte sind natürlich nicht dagegen gefeit, Dinge zu erleben, die sie später nicht verarbeiten können. Deshalb gibt es natürlich auch ein Krisenteam, dass allen Rettungskräften für Gespräche zur Verfügung steht. Doch eigentlich müsse ein solches Team aus anderen Notärzten bestehen, denn nur Retter können Retter verstehen, berichtet Dr. Hartmann. Die Gedankengänge und der Fokus sei doch ein anderer als beispielsweise bei Psychologen.

Das andere Extrem

Ein anderes Extrem sei beispielsweise die Hilfe bei einer Geburt. „Das stresst einen zwar extrem, da man das nicht so oft macht wie beispielsweise einen schwerverletzten Motorradfahrer zu behandeln. Aber wenn das Kind dann geboren ist, ist das einfach ein wahnsinnig schönes Gefühl zu wissen, dass man dabei geholfen hat. An solchen Dingen kann man sich auch ein Stückweit entlanghangeln, wenn man schlimme Dinge erlebt. Das ist halt der Beruf eines Notarztes. Es kann sein, dass ein Unfallopfer stirbt und man nur wenige Stunden später bei der Geburt eines Kindes hilft.“, berichtet Dr. Hartmann.

Die Arbeit wird mehr – Die Zahl der Schwerverletzten nicht

Die Arbeit eines Notarzt habe sich in den vergangenen Jahren verändert, berichtet Dr. Hartmann. Es seien wesentlich mehr Einsatze zu fahren, als noch vor einigen Jahren. Im Jahr 2002, als er damit begann, Notarztwagen zu fahren, waren es im Schnitt 4,5 Einsätze in 24 Stunden. Aktuell seien es rund 11 Einsätze in 24 Stunden. Das Kuriose: Die Zahl der Patienten, die wirklich die Hilfe eines Notarztes benötigt haben, blieb gleich. „So gesehen müssen wir also wesentlich mehr Einsätze fahren, um die gleiche Anzahl an schwerkranken Patienten zu sehen„, erklärt Hartmann.

„Wir haben im Jahr 2010 mal eine Statistik gemacht, wie oft wir mit der Meldung „Verdacht auf Herzinfarkt“ raus gefahren sind und wie viele tatsächlich einen Herzinfarkt hatten. Das gleiche haben wir 2020 nochmal gemacht. Die Zahl der Patienten mit einem Tatsächlichen Herzinfarkt, hat sich kaum verändert. Im Jahr 2020 waren es nur rund 10 Patienten mehr als im Jahr 2010. Die Einsatzmeldung „Verdacht auf Herzinfarkt“ hat sich jedoch verdreifacht“, berichtet der Notarzt weiter.

Die Menschen werden unselbstständiger

Auf die Frage hin, weshalb das seiner Meinung nach so ist, erklärt er: „Ich habe das Gefühl als wären die Menschen immer weniger in der Lage, Probleme, die sich ihnen stellen, selbstständig zu lösen. Als wären die Menschen immer mehr darauf aus, dass alles von anderen geregelt werden muss“ Früher habe man eine Schmerztablette genommen, wenn man in der Nacht Rückenschmerzen hatte und sei dann morgens zum Hausarzt gefahren. Heute werde da eher schon mal der Notruf gewählt. Wenn die Leitstelle dann natürlich einen Anruf bekommt und der Patient klagt über Rückenschmerzen, die bis in die Brust ziehen, kommt natürlich der Verdacht Herzinfarkt auf. Erschwerend hinzu komme die Tatsache, dass Feuerwehrkräfte mit meist nur wenig medizinischem Wissen in der Leitstelle sitzen und keine Ärzte. Im Zweifel ob es beispielsweise Rückenschmerzen oder doch ein Herzinfarkt ist, wird also auch dort lieber mal ein Rettungswagen oder einen Notarzt hin zu schicken. In einigen Fällen wird in jedem Fall ein Notarzt mit zur Einsatzstelle geschickt. Dies ist beispielsweise bei akuten Atemproblemen, Bewusstlosigkeit, Herzinfarkten, großen Knochenbrüchen, dem Sturz aus großen Höhen oder bei schweren Verkehrsunfällen der Fall. Aber auch hier gibt es Einsätze, die sich im Nachhinein als nicht so schlimm herausstellen, wie anfangs vermutet.

Ein weiterer Grund seien verbesserungsbedürftige Strukturen. Das Rettungssystem in Deutschland sei zwar eines der besten weltweit aber was die Versorgung von Kranken in der Nacht oder am Wochenende angehe, die nicht gleich einen Notarztwagen mit Blaulicht benötigen, gebe es Verbesserungsbedarf. „Ein Patient mit Fieber und Durchfall beispielsweise hat zwar ein medizinisches Problem, ist aber eigentlich kein Fall für den Notarzt. Oder, wenn ein Patient in der Nacht Schmerztabletten benötigt, ist der erste Gang meist der ins Krankenhaus, weil es nur sehr wenige Bereitschaftsdienste gibt. Gerade was solche Fälle angeht, macht die Kassenärztliche Vereinigung keinen wirklich guten Job“; kritisiert Dr. Hartmann.

Gewalt gegen Einsatzkräfte

Auch wenn die Gewalt gegen Einsatzkräfte glücklicherweise noch kein tägliches Brot ist, nimmt sie deutlich zu. Dr. Hartmann erinnert sich, dass die Menschen zu seiner Anfangszeit vor über 30 Jahren immer dankbar waren, wenn der Notarzt kam und ihnen geholfen hat. Heutzutage sei das anders, berichtet er. Nicht selten werde man schon mit einem bösen Gesicht empfangen, weil man länger als fünf Minuten zum Patienten gebraucht hat. Man komme sich heute immer öfter vor wie ein Dienstleister und nicht mehr wie ein Notarzt. Nicht selten erkläre er den Patienten oder Angehörigen, was seine Aufgabe als Notarzt ist und was eben nicht. So kommt es auch immer häufiger vor, dass die Stimmung kippt und Einsatzkräfte tätlich angegriffen werden.

Dr. Hartmann hat im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, dass das auch eine Frage der Herkunft und des sozialen Status ist. „Wenn wir in Bad Soden im Villenviertel unterwegs sind, haben wir sogut wie nie ein Problem mit körperlicher Gewalt gegen uns. In einem Wohnblock im  sozialen Brennpunkt ist das jedoch anders. Je niedriger die Bildung und der soziale Status ist, umso schneller sind dann auch mal Worte und Argumente aufgebraucht, und es geht dann mit Fäusten weiterGerade, wenn dann auch noch Alkohol im Spiel ist, ist die Hemmschwelle manchmal erschreckend niedrig. Das erleben wir regelmäßig, im Schnitt würde ich sagen ein mal pro Monat“, sagt Hartmann. Er selbst wurde im Einsatz auch schon des Öfteren angegriffen, glücklicherweise aber noch nicht schlimmer verletzt.

Sollte sich bereits vorher abzeichnen, dass die Stimmung kippt und einige Personen aggressiv werden, können die Rettungskräfte natürlich die Polizei rufen. Wenn sie dazu nicht die Zeit haben und unvermittelt angegriffen werden, wird der Einsatz abgebrochen und die Retter verlassen die Einsatzstelle. „Grundsätzlich kommt es aber häufiger vor, dass Rettungssanitäter angegriffen werden als bei Notärzten. Da scheint die Hemmung dann doch etwas höher zu sein“, sagt Dr. Hartmann.

„Jeder ist seines Glückes Schmied“

Wenn Patienten den Rat des Notarztes nicht annehmen oder ihn angreifen, sodass er den Einsatz abbrechen muss, dann hat ihn das früher belastet. Er fragte sich dann, ob er etwas hätte anders machen und vielleicht die Bedrohlichkeit der Situation für den Patienten deutlicher zum Ausdruck bringen können. „In der Zwischenzeit sage ich mit einfach immer, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Wer sich nicht helfen lassen möchte oder wenn Angehörige durch Gewalt verhindern, dass ich dem Patienten helfen kann, dann ist das so. Ich drücke mich sehr deutlich aus aber wenn das Gesagte verstanden aber ignoriert wird, dann kann ich es auch nicht ändern. Heute belastet mich die Uneinsichtigkeit anderer nicht mehr, denn es hat jeder das Recht auf seine eigene Unvernunft“, sagt Dr. Hartmann.



„Viele meiner Corona-Patienten waren in einem erbärmlichen Zustand“

Die Corona-Pandemie begleitet uns nun schon seit rund 14 Monaten. Doch nicht nur für die Bürger hat sich einiges verändert, auch die Arbeit als Notarzt ist in Zeiten von Corona eine andere.

Natürlich wird der Notarzt auch immer mal wieder zu Corona-Patienten gerufen, die einen schweren Verlauf haben. „Sehr viele dieser Patienten, die ich zuhause abgeholt und in die Klinik begleitet habe, waren in einem erbärmlichen zustand. Da war ich schon froh, wenn ich die lebend von der Wohnung bis in den Rettungswagen gebracht hatte. Es kam auch recht häufig vor, dass ich den Patienten dann noch auf dem Weg in die Klinik in ein künstliches Koma versetzen musste. Einige davon sind auch gestorben“, erklärt Dr. Hartmann. „Also wenn man mich fragt, muss ich ganz klar sagen ja, es gibt Corona. Und wenn man einen schweren Verlauf hat, stehen die Chancen nicht schlecht, daran auch zu sterben oder aber bleibende Folgen zu erleiden. Es sollte also wirklich niemand auf die leichte Schulter nehmen und unterschätzen“, ergänzt er.

Sauerstoffwerte an die er vor Corona nicht glaubte

Deshalb sei es besonders im ersten Lockdown ein Trugschluss gewesen zu denken, dass wir das mit ausreichend Beatmungsbetten überstehen. Denn wenn ein Patient schon beatmet werden muss, sei es meist schon zu spät. Als Dr. Hartmann Anfang 2020 seinen ersten Corona-Patienten hatte, glaubte er selbst zunächst nicht was er da sah. „Wenn ich beispielsweise einen Patienten mit einem schweren Astmaanfall behandele, dann kann es auch mal sein, dass dieser ins künstliche Koma versetzen mussSobald dann aber die künstlich Beatmung etabliert ist, und die Therapie greift, ist innerhalb von rund fünf Minuten die Sauerstoffsättigung im Blut ist wieder im grünen Bereich. Normal ist ein Wert von über 90%. Bei einem Wert unter 50 sind die Patienten meist schon bewusstlos und dem Tode nahe. Das ist bei Corona-Patienten anders. Bei meinem ersten Corona-Patienten hatte ich einen Wert von nur 28% was ich erstmal gar nicht glauben wollte aber der Wert stimmte. Vor einem Jahr hätte ich auch keinem Rettungssanitäter geglaubt, der mit einen solchen Wert bei einem Patienten genannt hätte. Diesen Patienten habe ich auch direkt bei ihm vor der Haustür ins künstliche Koma versetzt und beatmet. Aber die Werte wurden und wurden nicht besser. Erst rund eine halbe Stunde später, kurz vor der Klinik, hatte er einen Wert der nicht mehr so beunruhigend war. Wenn man sich dann ein Röntgenbild der Luge anschaut, versteht man auch, warum die Patienten sich so schwer tun, Sauerstoff ins Blut zu bekommen. Oft wird nur noch ein ganz minimaler Teil der Lunge mit Sauerstoff versorgt“, berichtet Dr. Hartmann.

Probleme einen Patienten unterzubringen

Nicht selten sei es auch so, dass es wirklich Probleme gäbe, intensivpflichtige Patienten unterzubringen, denn die Stationen seien doch häufig voll. Wenn er dann einen Patienten mit Herzinfarkt bringt, helfe ihm ein Corona-Bett natürlich auch nicht weiter. Genauso wenig könne er einen Corona-Patienten zu Intensivpatienten bringen, die wegen etwas anderem im Krankenhaus sind. „Die Stationen sind natürlich getrennt. Wenn also nur 5 Corona-Betten frei sind, bringt das meinem Schlaganfall-Patienten nichts. Wir sind da teilweise schon mit schwerkranken Patienten bis Bad Soden oder Firnheim bei Mannheim gefahren, weil es sonst keine freien Betten gab“, berichtet der Notarzt.

Entlastung auf den Stationen

Doch Corona bringe auch Entlastung auf den Stationen selbst, beispielsweise durch das Besuchsverbot. Das sei natürlich für die Patienten dramatisch, schaffe aber auch Entlastung beim Klinikpersonal. Er höre immer wieder von den Stationsleitungen oder Krankenschwestern, dass sie sich mittlerweile mehr auf die Medizin konzentrieren können, ohne ständig die Wünsche von Angehörigen erfüllen zu müssen, die Permanent im Weg rum laufen und beispielsweise nach Blumenvasen oder einer Tasse Tee fragen.

Von gesunkenen Einsatzzahlen spürt man nichts mehr

Im ersten Lockdown sanken die Einsatzzahlen des Notarztes um rund 40 Prozent. „Ich habe mich natürlich auch mit anderen Notärzten darüber unterhalten und es gibt da unterschiedliche Erklärungen für. Zum einen sind die Leute natürlich mehr zu Hause geblieben, sodass es beispielsweise weniger Unfälle gab. Auch die Einsätze auf Partys gab es natürlich nicht mehr wie zuvor. Zum anderen schienen die Menschen doch bedenken zu haben ins Krankenhaus zu fahren und sich dort mit Covid-19 zu infizieren“, vermutet Dr. Hartmann. Das habe natürlich auch zur Folge gehabt, dass einige vermutlich gar nicht oder zu spät angerufen haben, was nach Einschätzungen des Notarztes wohl das ein oder andere Leben gekostet hat. In der Zwischenzeit sei der Rückgang der Einsätze nicht mehr spürbar und die Anzahl sei wieder auf dem gleichen Stand wie vor Corona.

Manche Personen an Einsatzstellen seien recht uneinsichtig, was das Thema Masketragen angeht und würden sich zunächst weigern oder versuchen zu diskutieren. Was das angeht lässt der Notarzt aber von vorne herein keine Diskussionen zu. „Wenn ich solche Fälle habe, sage ich den Personen ganz klar, dass ich nur bleibe, wenn sie eine Maske tragen. Das ist auch kein Vorschlag, sondern ein Befehl. Meist fruchtet diese Aussage auch“, sagt der Notarzt.

Immer wieder hört man auch in den Medien, dass die häusliche Gewalt und die Suizide oder Suizidversuche in Zeiten von Corona zugenommen haben. Dr. Hartmann hat hingegen nicht festgestellt, dass sich seine Einsätze in diese Richtung verändert haben, dass er öfter als noch vor Corona zu solchen Patienten gerufen wurde.

Corona in sozialen Brennpunkten

Unbestritten sind die Inzidenzwerte in sozialen Brennpunkten höher. Und auch Notarzt Dr. Hartmann kann das bestätigen: „Ich habe seit Corona bislang 20 Patienten mit einem schweren Covid-19-Verlauf gehabt, die ich in die Klinik brachte. 19 davon mit Migrationshintergrund. Insgesamt 13 der 20 Patienten starben an der Krankheit. Oft war es so, dass ich gerufen wurde, weil es beispielsweise dem Familienvater schlecht ging. Als ich dann die Wohnung betrat begrüßten mich mehr als 15 Familienangehörige oder auch Freunde, die sich alle in der Wohnung befanden. Oder ich wurde in der Nacht alarmiert weil eine Person während des Fastenbrechens kollabiert war. Als ich in die Wohnung kam, standen 16 Teller auf dem Tisch. Das hat jetzt absolut nichts mit Rassismus zu tun und ich möchte das auch nicht negativ werten aber es ist einfach die Realität, die ich tagtäglich als Notarzt miterlebe“

Er habe in seinem Beruf und bei der Arbeit im GPR-Klinikum in Rüsselsheim schon häufig die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen mit Migrationshintergrund der Auffassung seien, Deutsches Recht gelte für sie nicht. Dass dies nicht bei allen Personen der Fall sei, verstehe sich von selbst, betont der Notarzt. So etwas könne man natürlich nicht verallgemeinern. Aber in manchen Fällen sei es leider so. Während der Corona-Pandemie sorge das natürlich dafür, dass die Inzidenz in Rüsselsheim um ein vielfaches höher sind als beispielsweise in Biebesheim, Gernsheim oder Nauheim, wo es viel weniger Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Natürlich gebe es aber auch noch andere Faktoren, die dabei eine Rolle spielen.

Ein weiteres Problem bei der Arbeit stellen die fehlenden Deutschkenntnisse dar, erklärt der Notarzt: „Viele vor allem ältere Menschen leben seit Jahrzehnten in Deutschland und sind kaum dazu in der Lage, sich auf deutsch zu verständigen. Ich möchte den Patienten helfen aber das ist natürlich schwierig, wenn man mir nicht erklären kann welche Beschwerden man hat. Meist sind es dann die Kinder oder Enkel, die übersetzen. Aber jeder der schon mal Stille Post gespielt hat weiß, was da manchmal bei raus kommt. Das ist extrem schwierig, sowohl beim Einsatz vor Ort als auch bei der Behandlung im Krankenhaus. Im Krankenhaus macht es das nochmal schwieriger, weil zu Corona-Zeiten auch keine Familienangehörigen mit rein dürfen, die gegebenenfalls übersetzen könnten. Und es wird zwar nicht öffentlich thematisiert aber ich bin mir sehr sicher, dass schon viele Menschen gestorben sind, weil sie dem Rettungsdienst oder Notarzt aufgrund fehlender Deutschkenntnisse nicht erklären konnten, welche Beschwerden sie haben“, sagt der Notarzt mit Bedauern.



Welche Ausrüstung befindet sich im Notarztfahrzeug?

Früher gab es Notarztfahrzeuge, die waren noch größer als die heutigen Rettungswagen. Damals fuhr der Notarzt nämlich noch beim Rettungsdienst mit, weshalb die gesamte Ausrüstung in einem Wagen transportiert werden musste. Seit den frühen 90er Jahren fährt der Notarzt allerdings mit einem kleineren Fahrzeug, beispielsweise einem VW Bus, separat zur Einsatzstelle. Man hat damals festgestellt, dass das System so flexibler ist. Wenn sich an der Einsatzstelle herausstellt, dass der Patient nicht vom Notarzt begleitet werden muss, kann dieser schon wieder zu einem anderen Einsatz fahren. „Damals, als alle noch mit einem Fahrzeug gefahren sind, musste der Notarzt natürlich mit in die Klinik, auch wenn er eigentlich nicht gebraucht wurde. In dieser Zeit konnte er kann zu keinem anderen Patienten, der womöglich wirklich schwer verletzt ist“, erklärt Dr. Hartmann.

Was der Notarzt mit zur Einsatzstelle bringt

Seitdem ist es so, dass sich die Grundausstattung, wie beispielsweise eine Trage oder eine Vakuummatratze, im Rettungswagen befindet. Das Notarzteinsatzfahrzeug bringt dann nur noch das mit, was der Rettungsdienst nicht hat, was man aber möglicherweise noch zusätzlich benötigt. Das ist eine ganze Reihe an Medikamenten, ein Ultraschall-Gerät, ein spezielles Beatmungsgerät mit einer sogenannten CPAP-Maske für Patienten die Unterstützung beim Atmen benötigen und ein EKG-Gerät mit externem Herzschrittmacher. Zudem hat der Notarzt auch chirurgisches Besteck für kleinere aber notwendige Eingriffe mit an Bord. Das wird beispielsweise bei einem Spannungspneumothorax benötigt, bei dem verletzungsbedingt Luft in Brustkorb einströmt, aber nicht mehr ausströmen kann und sich somit im Brustkorb ein immer größer werdender Druck aufbautOhne Behandlung endet das nach wenigen Minuten tödlich. Mit dem chirurgischen Besteck wird dann eine Torax-Drainage gelegt, also ein kleiner Schlauch in den Brustkorb eingeführt, um Luft oder Blut ablassen zu können. Ein Notarzt hat auch die Möglichkeit eine Extremität, also ein Körperteil zu amputieren, wenn dies notwendig sein sollte. „Ich habe das Gott sei Dank zwar noch nie machen müssen und kenne auch niemanden aber grundsätzlich haben wir dazu die Möglichkeit. Wir haben auch eine Maschine im Fahrzeug, die die Herz-Lungen-Wiederbelebung mechanisch durchführen kann, beispielsweise während der Fahrt in die Klinik“, berichtet der Notarzt.

Ausrüstung, die häufiger benötigt wird, befindet sich im Rucksack des Rettungsassistenten, der das Notarztfahrzeug fährt. In diesem Rucksack befindet sich zum Beispiel eine Knochenbohrmaschine. Diese kommt zum Einsatz, wenn man dem Patienten über die Vene keinen Zugang legen kann. Dann hat man die Möglichkeit, mit einer Art Akkubohrmaschine eine Nadel in den Knochen, meist den Schienbeinknochen, zu bohren. Darüber können dann alle möglichen Medikamente verabreicht werden.

In dem Rucksack befindet sich auch ein sogenanntes Videolaryngoskop. Wenn Menschen ins künstliche Koma versetzt werden, dann müssen sie künstlich beatmet werden. Dafür wird ein Beatmungsschlauch mit Hilfe eines Laryngoskops in die Luftröhre eingeführt. Früher kam es vor, dass der Schlauch versehentlich in die Speiseröhre eingeführt wurde, was dazu führte, dass der Patient keinen Sauerstoff bekam und verstarb. „Eine ungünstige Liege- oder Sitzposition des Patienten oder große Mengen Blut beispielsweise können das Einführen des Schlauchs erschweren. Seit einiger Zeit haben wir deshalb das Laryngoskop mit einer kleinen Kamera vorne dran. So sehen wir auch unter schwierigen Bedingungen, was wir tun und können sichergehen, dass der Beatmungsschlauch in die Luftröhre gelangt“, erklärt Dr. Hartmann.

Was darf ein Sanitäter, was ein Notarzt?

Neben den Gerätschaften bringt der Notarzt natürlich auch noch die ärztliche Expertise mit zur Einsatzstelle. Für Nicht-Ärzte sei die höchste Qualifikation der Notfallsanitäter mit einer abgeschlossenen dreijährigen Berufsausbildung, berichtet der Notarzt. Da das natürlich nicht mit einem abgeschlossenen medizinischen Studium gleichzustellen ist, gibt es auch Dinge, die nur ein Notarzt darf. In den vergangenen Jahren hatte man den Notfallsanitätern trotzdem einige Dinge zugesprochen, welche diese nun durchführen dürfen. So dürfen diese beispielsweise eine Infusion legen, um in bestimmten Situationen festgelegte Medikamente verabreichen. Das ersetze allerdings nicht die ärztliche Therapie, die weiterhin natürlich Ärzten vorbehalten bleibt. Dazu gehört beispielsweise das Einleiten des künstlichen Komas, die künstliche Beatmung und die Torax-Drainage.

Was die Torax-Drainage angeht erklärt der Notarzt: Wenn die Lunge sich mit Luft füllt, aber keine mehr entweichen kann, dann stirbt der Patient innerhalb weniger Minuten. Natürlich kann es auch vorkommen, dass der Rettungsdienst vor dem Notarzt an der Einsatzstelle ist. Wenn der Notarzt dann noch etwas länger braucht, müssen die Sanitäter handeln, ansonsten ist es ziemlich sicher, dass der Patient nicht überlebt. Deshalb hat man Sanitätern in der Zwischenzeit gestattet und beigebracht, mit einer Nadel ein Loch in den Brustkorb und die Lunge des Patienten zu stechen, damit die Luft und das Blut entweichen können. Sobald der Notarzt da ist, wird dann eine Drainage gelegt.

Der Notarzt wird immer von einem Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten zur Einsatzstelle gefahren. Das hat gleich mehrere gute Gründe. Während der Fahrt gibt es nämlich einiges zu tun: Man muss fahren, das Blaulicht bedienen, funken und die Örtlichkeit suchen. Da ist es natürlich von Vorteil, wenn nicht eine Person alleine fährt. An der Einsatzstelle angekommen, ist der Assistent aber noch wichtiger. Bei einer Torax-Drainage beispielsweise müssen sterile Handschuhe getragen werden. Diese kann sich ein Notarzt nicht ohne Hilfe anziehen, sodass in dem Fall der Rettungsassistent unterstützt. Auch die schriftliche Dokumentation des Einsatzes wird von dem Assistenten übernommen. Insgesamt ist in der Rettungsmedizin die Arbeit im Team von entscheidender Bedeutung. Nur gemeinsam kann man komplexe Situationen sicher beherrschen. Natürlich ist der Arzt derjenige, der die Hauptentscheidungen trifft und verantwortet, aber dennoch hat man es als Einzelkämpfer eher schwer in der Rettungsmedizin.

Rettungshubschrauber

Der Rettungshubschrauber ist in erster Linie dafür da, den Notarzt schnellstmöglich an die Einsatzstelle zu bringen. Dort ist im Prinzip genau das enthalten, was sich auch im Notarztwagen befindet. Die Entscheidung, einen Hubschrauber zur Einsatzstelle zu schicken, wird meist getroffen, um einen Patienten in eine weiter entfernte Klinik zu fliegen oder wenn beide Notärzte im Landkreis bei anderen Einsätzen sind und ein Notarzt von weiter weg zur Einsatzstelle kommen muss. Grundsätzlich sei die Qualifikation eines Hubschrauber-Notarztes aber keine andere als die von einem bodengebundenen Notarzt.

Die meisten Rettungshubschrauber fliegen nur von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und bei entsprechenden Flugbedingungen, wenn die Hubschrauberpiloten unter Sicht fliegen können. Letzt endlich bleibe es zwar dem Piloten überlassen, ob er starte oder nicht, aber bei schlechten Wetterbedingungen starten die Piloten nur sehr ungern.

Nur rund eine Handvoll Hubschrauber fliegen auch in den Nachtstunden, darunter unter anderem auch der Rettungshubschrauber „Christoph Mittelhessen“ in Gießen. Im Regelfall fliegen die Hubschrauber in der Nacht aber auch nur bestehende Außenlandeplätze an. Unfallstellen beispielsweise auf einer Landstraße oder der Autobahn werden nur in den seltensten Fällen angeflogen. Denn die Gefahr beispielsweise in eine Hochspannungsleitung zu fliegen, ist sehr hoch. Ein Flug in unbekanntem Gelände bei schlechter Sicht sei für einen Hubschrauber sehr gefährlich, erklärt Dr. Hartmann. Deshalb sind solche Flüge schwerstverletzten Patienten vorbehalten, die sonst nicht überleben würden.