Am frühen Montagmorgen (7. März 2022) ging Fahndern der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen ein international gesuchter Betrüger und Geldwäscher ins Netz. Der 48 Jahre alte Kanadier war auf seinem Weg von Montreal (Kanada) nach Sofia (Bulgarien) in Frankfurt zwischengelandet. Aus der Weiterreise wurde aber nichts, stattdessen klickten die Handschellen.


Die US-amerikanischen Justizbehörden ließen über Interpol bereits seit Oktober 2018 mit internationalem Haftbefehl nach dem Mann suchen

Zwischen 2008 und 2015 soll der Mann in den Vereinigten Staaten rund 1.400 Geschädigte um mehr als 1,2 Millionen US-Dollar betrogen haben. Dazu hatte er fiktive Firmen gegründet und falsche Rechnungen für nie erbrachte Werbedienstleistungen an Kleinunternehmen, Kirchen und medizinische Dienstleister verschickt. Anschließend verleitete er diese auf betrügerische Weise, die fingierten Zahlungsaufforderungen zu begleichen, indem er mit Inkassoanzeigen drohte und die angeblichen Schuldner telefonisch belästigte. Die durch die Betrugsmasche erlangten Geldbeträge wurden per Scheck über ein Verteilsystem ins Ausland überwiesen, um so die Herkunft der Gelder zu vertuschen.

Der Kanadier wurde am Dienstag (8. März 2022) einem Haftrichter vorgeführt. Er sitzt nun in Auslieferungshaft und wartet auf seine Überstellung an die US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden. Ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft.