Netto in Wackernheim lässt Kunden im Dunkeln

Im Ingelheimer Stadtteil Wackernheim wächst der Unmut über die kaum vorhandene Außenbeleuchtung auf dem Parkplatz des Netto-Markts in der Mainzer Straße 12. Sowohl Kundinnen und Kunden als auch Mitarbeitende beklagen seit Wochen eine Situation, die das Sicherheitsgefühl spürbar beeinträchtigt.

Schon beim Betreten des Geländes wird klar, wie dunkel es hier nach Geschäftsschluss und mit Beginn der Dämmerung wird. Die vorhandenen Laternen sind entweder defekt oder arbeiten nur eingeschränkt. Auch vor dem Eingang und entlang der Gehwege bleibt es weitgehend finster. Nach Regenschauern glänzt der Asphalt rutschig, Kanten und Unebenheiten sind kaum zu erkennen. „Man braucht schon Glück, um hier nicht zu stolpern“, sagt eine Kundin vor Ort gegenüber der Redaktion. Besonders gefährlich sei das für ältere Menschen, Menschen mit Sehschwächen oder Eltern mit Kinderwagen.

Unbehagen statt Einkaufsroutine

Zu den Risiken für Stürze gesellt sich die Sorge vor möglichen Übergriffen. Einige Kundinnen berichten, dass sie sich nach Einkäufen am Abend lieber schnell ins Auto setzen oder sogar auf andere Märkte ausweichen. Der hintere Bereich des Parkplatzes liegt nahezu im kompletten Dunkel – Schatten von Gebäuden und Sträuchern verstärken das Gefühl, nicht gesehen zu werden.

Hinweise verhallen – bisher ohne Ergebnis

Mitarbeitende des Marktes bestätigen, dass die Problematik regelmäßig angesprochen wurde – bislang jedoch ohne sichtbaren Erfolg. Neben dem Sicherheitsaspekt werde zunehmend auch ein wirtschaftlicher Schaden sichtbar: In den späten Stunden sinke die Zahl der Kundschaft spürbar. Offen bleibt, wer sich tatsächlich zuständig fühlt – der Supermarktbetreiber oder die Immobilieneigentümer.

Beleuchtung als grundlegender Sicherheitsfaktor

Ein gut ausgeleuchteter Parkplatz ist nicht bloß eine Frage des Komforts. Er ist ein zentraler Beitrag zur Unfallprävention, zur Barrierefreiheit und zur allgemeinen Sicherheit – besonders in der dunklen Jahreszeit. Für viele gehört dazu, gefahrlos einkaufen zu können, ohne Angst und ohne Taschenlampe in der Hand.