Das Impfzentrum in Ingelheim wird aus dem Stand-by-Modus geholt und öffnet erneut seine Pforten. Ab Mittwoch (24. November 2021) wird zunächst an Werktagen von 8:00 bis 16:00 Uhr geimpft – hauptsächlich Biontech, auf Nachfrage auch Moderna.


Geimpft werden Personen ab 12 Jahren

Geimpft werden können dann Personen ab 12 Jahren, die sowohl ihre Erst- als auch ihre Zweitimpfung haben wollen. Aber auch Auffrischungen, die sogenannten Booster-Impfungen, werden verabreicht, wenn die Grundimmunisierung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Das Anmeldverfahren läuft wieder online über die Seite impftermin.rlp.de. Geplant ist aber ein vereinfachtes Verfahren, bei dem die Impfwilligen zwar zunächst ein Impfzentrum zugewiesen bekommen, dieses dann aber auch umwählen dürfen. Einfach vorbeikommen und impfen lassen ist zumindest in den Anfangstagen nicht möglich: „Wir planen aber, einen Tag pro Woche zum terminfreien Impfen anzubieten“, sagte der Leiter des Mainz-Binger Impfzentrums, Mathias Hirsch.

„Der Auftrag des Landes zur Öffnung des Zentrums kam sehr kurzfristig. Es ist jetzt eine Herkulesaufgabe, innerhalb weniger Tage das Zentrum wieder zu aktivieren. Aber selbstverständlich stellen wir uns dieser Aufgabe“, sagte Landrätin Dorothea Schäfer, die Mathias Hirsch bereits am vergangenen Wochenende wieder in Dienst gesetzt hat. Er arbeitet seitdem auf Hochtouren daran, die Voraussetzungen zur Wiedereröffnung zu schaffen.

Als wichtigster Punkt ist dabei das Personal zu nennen

„Wir brauchen zunächst etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Verwaltungspersonal, medizinische Fachangestellte, Apotheker und Ärzte“, informierte Hirsch. Dieses Personal ist zum großen Teil auch bereits gefunden, im Wesentlichen aus dem Pool der ehemaligen Impfzentrumsbelegschaft. Dabei sind im ersten Anlauf bis zu 800 Impfungen täglich geplant. Aber dem Leiter des Zentrums ist klar: „Wir werden das schnell weiter hochfahren müssen.“ Die weitere Personalakquise läuft, die Personalabteilung der Kreisverwaltung arbeitet auf Hochtouren. Auch ein Amtshilfeantrag wird abgestimmt.

Der Aufbau der Impfstraße, die Anbringung der Beschilderung, die Bestückung der Impfplätze sind dann der nächste Schritt: „Das werden wir aber in ein, zwei Tagen schaffen“, ist sich Hirsch sicher. Schließlich sind alle Materialien noch im Zentrum eingelagert und alle wissen noch genau, was wo hingehört. Geplant ist der Betrieb des Zentrums bis ins Frühjahr hinein.

Die Landrätin hofft nun darauf, dass auch dank des Impfzentrums die Impfquote – auch bei den Boosterimpfungen – möglichst zügig deutlich nach oben gefahren werden kann

„Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. Spätestens mit der jetzigen Entwicklung wird klar: Um diese Pandemie endlich hinter uns lassen können, ist dies ein erfolgversprechende Weg.“ Bis dahin appelliert Dorothea Schäfer, im Rahmen des Erlaubten möglichst vorsichtig zu sein, Masken zu tragen und Abstand zu wahren, damit die Ansteckungszahlen und damit die Situation in den Krankenhäusern nicht weiter explodieren.