Die Zahl der Rentner, die im Alter von Sozialhilfe in Deutschland leben müssen, ist im vergangenen Jahr auf eine Rekordhoch gestiegen. Insgesamt bezogen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2020 rund 564.000 Rentner die gesetzliche Grundsicherung. Das waren 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor und sogar 36 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren


Höheres Alter und weniger Rentenansprüche

Knapp 1,1 Millionen Personen haben im Dezember 2020 Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) bezogen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das knapp 14.000 beziehungsweise 1,3 % mehr Leistungsempfänger als im Dezember 2019. Leistungsberechtigt sind Erwachsene, die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind oder die Altersgrenze nach § 41 Absatz 2 SGB XII erreicht haben und ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen sicherstellen können.

Der Regelsatz liegt bei 446 Euro (zzgl. Miet- und Heizkosten) pro Monat

Gründe für den Anstieg gibt es mehrere: Einerseits steigt die Zahl der älteren Menschen und damit auch die Zahl der armen Senioren. Andererseits erwerben immer mehr Menschen im Arbeitsleben zu geringe Rentenansprüche.