Das Kleintierhaus des Mainzer Tierheims bittet Bürgerinnen und Bürger um Hilfe. Insgesamt befinden sich dort zur Zeit 40 hilfsbedürftige Igel, die versorgt werden wollen. Doch es fehlt an Futter.


Das Kleintierhaus schreibt dazu:

„Unser Futterlager ist so gut wie leer. wir haben zur Zeit noch weit über 40 hilfsbedürftige Igelchen die einen riesigen Hunger haben und es kommen täglich neue dazu. Leider geht das Insektensterben so wahnsinnig schnell voran und immer mehr Wildtiere finden nicht genug Futter“.

Wer das Mainzer Tierheim unterstützen möchte, kann dies in Form von Tierfutter-Spenden tun. Dringend benötigt werden Katzennassfutter ohne Gelee, Saucen etc. mit hohem Fleischanteil sowie Katzentrockenfutter aber auch gerne Futterinsekten. Das Tierheim hat eine Amazon-Wishlist erstellt, weist aber auch darauf hin, dass diese auch nur als Anhaltspunkt dienen kann und man statt der Amazon-Bestellung auch Futter bei den kleinen Einzelhandelsläden kaufen und vorbei bringen kann.

So können Sie Zuhause Igel unterstützen

Weiter appelliert das Tierheim: „Wer Zuhause unterstützen kann, bitte haltet flache Wasserschälchen für unsere Wildtiere bereit, stellt Igelhäuschen auf und räumt mal wenigstens eine Ecke in eurem Garten nicht ganz so ordentlich auf, pflanzt Blumen für die Bienen/Insekten und verzichtet ruhig mal auf den englischen Rasen“

Igel finden normalerweise ausreichend Nahrung in der freien Natur

In einem Lebensraum mit viel Gras, Hecken und Sträuchern ist ihr Tisch reich gedeckt. Ein Zufüttern wäre dann nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich für die Tiere. Doch in Situationen der Not sind Igel auf zusätzliches Futter angewiesen, um zu überleben.

Gut als Igelfutter eignet sich:

  • Leicht angebratenes, ungewürztes Hackfleisch
  • Rührei mit wenig Öl
  • Katzenfutter ohne Getreide, Gelee oder Saucen
  • Spezielles Igelfutter aus Geschäften für Tierbedarf

Nicht als Igelfutter eignet sich:

  • Obst und Gemüse
  • Nüsse
  • Brot
  • Nudeln und Reis

Zum Trinken sollte man den Tieren nur Wasser und niemals Milch geben, denn Milch verursacht Durchfall und kann bei Igeln sogar zum Tod führen.

Mähroboter kosten viele Igel das Leben

Doch die Igel in der freien Natur haben nicht nur mit fehlender Nahrung zu kämpfen. Sie müssen sich neben ihren natürlichen Feinden noch vor einer weiteren Gefahr schützen, denn besonders im Frühjahr und Sommer wollen viele Menschen ihren Garten beispielsweise mit einem Mähroboter für Gärten bis 1000 m² auf Vordermann bringen. Und genau dabei lauert Gefahr für die nachtaktiven Gartenbewohner. Die Mähroboter sollten daher nie ohne Aufsicht laufen, schon gar nicht nachts. Immer öfter geraten die Igel mit diesen Mährobotern in Kontakt. Wenn sie es überhaupt überleben, dann nur schwerverletzt.