Was gibt es Neues im Wanderfalkenhorst am Wormser Dom? Leider nicht das Erhoffte, wie uns Ruth Hammann-Jähme berichtet: „Es sind leider spärliche und eher ernüchternde Neuigkeiten aus dem Nord-Ost-Turm des Wormser Doms.

Sporadische Besuche

Über den ganzen Monat April konnte man sporadische Besuche beobachten: Abwechselnd, aber durchaus am gleichen Tag, sah man den jungen Terzel, das etwas ältere Wanderfalkenweibchen und gerade in den ersten beiden Wochen regelmäßig einen Turmfalken. Die Beobachtungen sind teilweise auch Glücksache, weil man genau zur rechten Zeit einen Blick auf die Webcam-Bilder werfen muss. Aber NABU-Mitglieder und andere interessierte Freunde der Wormser Wanderfalken sind auch aufmerksam.

Das reifere Weibchen ist gut an der Größe zu unterscheiden und am Muster des Federkleides. Sein Brust- und Bauchbereich ist eher quer gestreift. Der junge Terzel, ein einjähriger Vogel, deutlich kleiner als das Weibchen, ist an dem „getropften“ Muster über Brust und Bauch zu erkennen. Die Turmfalken sind nochmals kleiner, haben im Verhältnis einen längeren schmaleren Stoß (die Schwanzfedern) und eine deutlich rotbraune Farbe vor allem über dem Rücken.

Alle schienen recht interessiert an dem exklusiven Nistplatz zu sein.

Die letzte erstaunliche Sichtung des jungen Terzels war am 29.04.21, da konnte man sehen, dass er einen Beutevogel in den Horst getragen hat. Ob er damit immer noch eine potenzielle Gefährtin überzeugen wollte, oder ob er einfach ein Proviantlager brauchte, kann man nicht wissen.

Am Ende jedoch, gehen wir mit dem fortgeschrittenen Frühjahr davon aus, dass in diesem Jahr keine Brut mehr stattfinden wird. So bleibt zu hoffen, dass die beiden Wanderfalken das Revier über den Herbst und Winter hinaus im Auge behalten und im kommenden Frühjahr dann zur Brut breit sind.

Verunglücktes Weibchen wird ausgestellt

Das im vergangenen Jahr verunglückte Wanderfalkenweibchen „Gudrun“ hat nun als Präparat seit längerem einen festen Standplatz im Schaufenster von Ofen Horn (Am Neumarkt) erhalten. Es wird dort gerne von Passanten bestaunt. Man kann den Vogel hier aus nächster Nähe betrachten und sich von der Größe des Vogels überraschen lassen. Zur Zeit erhält Gudrun eine Vitrine und ist nur kurz „verschwunden“. Ab dem 10.05.21 wird sie voraussichtlich wieder ausgestellt sein.“

Hier geht´s zur Webcam im Wormser Dom: Webcam Wanderfalken