Mainz: Millionen Menschen bangen zur Zeit in der Ukraine um ihr Leben. Zahlreiche von ihnen haben alles verloren und brauchen ganz dringend Hilfe. Eine Mainzerin (gebürtig aus der Ukraine) hat sich entschieden zu helfen und Spenden zu sammeln. BYC-News hat mit Tatjana aus Mainz-Gonsenheim gesprochen.

Hilfstransport in die Ukraine

Sie selbst hat Familie in der Ukraine und möchte helfen. Deshalb wird sie mit einem Transporter sowie weiteren Fahrzeugen von Mainz aus in die Ukraine fahren, um dringend benötigte Hilfsgüter in das schwer getroffene Land und zu den Menschen zu bringen. Zur Zeit werden bereits Medizin- und Hilfsprodukte organisiert, ebenso wie Powerbanks, um Handys aufzuladen und die Kommunikation sicherzustellen. Diese dringend benötigten Produkte aber auch die Fahrt müssen finanziert werden.

Ziel ist es, dass diese Fahrt vollständig durch Spenden finanziert werden kann. Sollten mehr Spenden eingehen, als für den Transport selbst benötigt werden, wird dies in weitere Produkte investiert, die in der Ukraine aktuell dringend benötigt werden.

BYC-News steht mit Tatjana im engen Austausch. Sie wird ganz gezielt auch Medikamente und andere medizinische Produkte in die Ukraine bringen. Aufgrund ihrer Kontakte in das Land ist sichergestellt, dass die Spenden bei den Menschen ankommen, die dringend Hilfe benötigen. Jeder gespendete Euro hilft und kommt zu 100 % den Ukrainern zugute.

Tatjana erklärt dazu gegenüber BYC-News:

„Meine Eltern, meine Tante und Cousine leben in der Nähe von Chernihiv, das ist genau auf dem Weg von Belarus nach Kiew. Das Letzte, was ich heute von meinem Vater gehört habe, ist dass sein Haus in Brand gesteckt wurde, entsprechend angespannt bin ich zur Zeit, weil ich seither nichts mehr gehört habe. Ich glaube für sie gibt es aktuell keine Chance aus der Ukraine raus zu kommen.“

„Meine Nichte ist 17 Jahre alt und versucht zur Zeit mit fremden Menschen zusammen aus der Ukraine raus zu kommen in Richtung Rumänien. Ich hoffe, dass sie es schafft und ich etwas von ihr höre, sobald sie in Sicherheit ist.“

„Ich möchte einfach helfen so gut ich kann. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, Lebensmittel, Baby-Nahrung und Zubehör, aber auch Hygieneprodukte wie Zahnbürsten und Damenbinden, zu den Menschen zu bringen. Ich selbst werde bis zur Ukrainischen Grenze in Polen fahren, wo die Spenden dann an Kontaktpersonen übergeben und von ihnen weiter in die Ukraine nach Lwiw gebracht werden.“

„Auf dem Rückweg möchten wir natürlich auch geflüchtete Ukrainer mit nach Deutschland nehmen. Es stehen noch immer so viele Menschen dort, die keine Familie mehr haben und einfach nur warten und hoffen, dass jemand sie mitnimmt. Da werden wir dann spontan vor Ort sehen, wer am nötigsten Hilfe braucht.“

Wenn jeder ein bisschen was gibt und hilft, dann ist dort sehr vielen Menschen geholfen. Ich möchte damit einfach einen Teil dazu beitragen, dass es den Menschen wieder etwas besser geht und sie nicht verhungern und sterben.“

Wichtig: Es wird ausdrücklich darum gebeten, von Anfragen bezüglich Sachspenden abzusehen. 

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