Mehrere Generationen unter einem Dach – diese eigentlich traditionelle Wohnform kann für alle Beteiligten attraktive Vorteile haben. Damit die möglichen Vorteile auch tatsächlich zum Tragen kommen, müssen aber die Bedürfnisse der einzelnen Hausgemeinschaftsmitglieder berücksichtigt und gleichgewichtet werden. Dies kann nur gelingen, wenn bereits bei der Hausplanung die Interessen der Großeltern, der Eltern und der Kinder Beachtung finden. Ein Doppelhaus, dessen eine Hälfte die junge Familie und dessen andere Hälfte die Großeltern bewohnen, ist eine gute Lösung. In der Kategorie Doppelhaus ist ein Doppelhaus in Fertigbau die preiswerteste Variante und zudem binnen kurzer Zeit bezugsfertig.

Ein altersgerechtes Haus

Zwar kann die älteste Generation davon ausgehen, die erforderliche Hilfe zu bekommen, wenn sie unter einem Dach oder Wand an Wand mit Kindern und Enkelkindern wohnt. Aber selbstverständlich kommt es vor, dass die ältesten Bewohner des Hauses oder Doppelhauses auch mal alleine zuhause sind und keine helfende Hand verfügbar ist. Eine altersgerechte Wohnraumgestaltung sorgt dann für mehr Komfort und Sicherheit – und letztlich für mehr Eigenständigkeit auch im Alter.

Die Bezeichnung „altersgerecht“ verdienen insbesondere folgende Extras im Haus:

  • Türbreiten mit einem Mindestmaß von 90 Zentimetern sowie das Vermeiden von Treppen und höheren Absätzen ermöglichen die Nutzung eines Rollstuhls oder Rollators.
  • Lichtschalter auf etwa 85 Zentimeter Höhe erleichtern Rollstuhlfahrern und gebückt gehenden Personen die Betätigung.
  • Eine Dusche, die nicht höher ist als der Fußboden und die etwa 150 mal 150 Zentimeter misst.
  • Gerade im Badezimmer ist auf rutschhemmende Fliesen zu achten.

Welche Hausmerkmale bevorzugen Eltern?

Die mittlere Generation fungiert in einem Mehrgenerationenhaus als Hauptakteur, was die Arbeit in Haus und Garten sowie Organisatorisches betrifft. Abhängig davon, welchen Job Vater und/oder Mutter ausüben, muss womöglich mindestens ein Arbeitszimmer vorhanden sein. Sollte Mutter oder Vater die Rolle der Köchin beziehungsweise des Kochs für alle zufallen, ist auf eine gut ausgestattete Küche und einen ausreichend großen Essplatz zu achten. Die künftige Kinderplanung gibt vor, wie viele Kinderzimmer das Haus haben muss. Damit es morgens nicht zu Wartezeiten kommt, sollte für mehr als zwei Personen unbedingt ein zweites Badezimmer zur Verfügung stehen.

Größe und Gestaltung des Gartens sind nicht zuletzt eine Kostenfrage. Zweifellos wichtig ist bei kleinen Kindern im Haus ein Gartenbereich mit Sandkiste, Schaukel und anderen Spielgeräten. Im Fall eines Doppelhauses hat man zwar die Chance, den Garten gemeinsam zu nutzen. Selbstverständlich können aber auch Teilbereiche fest oder mobil eingezäunt werden.

Das wünschen sich die Jüngsten

Über das direkte Nebeneinanderwohnen mit den Großeltern freuen sich vor allem kleine Kinder und Eltern, die häufig auf einen zusätzlichen Babysitter verzichten möchten. Ebenso wie für die ältesten Bewohner des Doppelhauses ist auch für Kinder ein Lichtschalter besser niedrig als hoch anzubringen. Der Traum jedes Kindes ist es, ein eigenes Zimmer zu haben, das mindestens 12 Quadratmeter groß ist. Wünschenswert ist ein Raum mit genug Platz für Schrank, Bett, Schreibtisch und Spielfläche. Altersabhängig schätzen Kinder im Garten eher einen Spiel- oder Relaxbereich.

Die Kosten für den Hausbau reduzieren

Auch wenn sich zwei Parteien die Kosten für das Mehrfamilienhaus teilen, sollten alle Möglichkeiten preislicher und steuerlicher Vorteile ausgeschöpft werden. Bauherren, die Zeit haben und handwerklich geschickt sind, können die Kosten für den Hausbau durch Eigenleistungen reduzieren. Beispiele dafür sind das Legen von Fliesen und Malerarbeiten. Die Ersparnis kann mehrere Tausend Euro ausmachen. Es lohnt sich also, mit der Baufirma eine entsprechende Vereinbarung zu treffen.

Als steuerlich abzugsfähig sind diese Kosten anzuführen:

  • Kosten für den Kredit
  • Werbungs- und Anschaffungskosten wie Maklerprovision und Notarkosten
  • Kosten für eine Renovierung oder für möglicherweise erforderliche Umbaumaßnahmen