Viele Vorsätze zum Jahresbeginn verschwinden schnell wieder aus dem Alltag. Ein Schritt, der hingegen dauerhaft schützt und wenig Aufwand erfordert, wird oft übersehen: Kohlenmonoxid-Melder in der Wohnung. Das Gas ist unsichtbar, geruchlos und hochgiftig – und wird deshalb häufig erst bemerkt, wenn es zu spät ist.
Wie Kohlenmonoxid entsteht – und wo die Risiken liegen
Kohlenmonoxid entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von Gas, Öl, Holz oder Kohle. Typische Quellen sind Heizungsanlagen, Kamine, Öfen, Gasthermen oder Durchlauferhitzer. Auch Pelletlager können zur Gefahr werden, wenn sie nicht ausreichend belüftet sind. Technische Defekte, verstopfte Abgaswege oder eine mangelhafte Luftzufuhr begünstigen die Freisetzung des Gases.
Besonders tückisch: Kohlenmonoxid verteilt sich ungehindert durch Wände und Decken. Die Ursache muss also nicht zwangsläufig in der eigenen Wohnung liegen. Erste Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit werden häufig falsch eingeordnet – eine CO-Vergiftung bleibt dadurch oft lange unentdeckt.
Warum Wartung allein nicht ausreicht
„Selbst bei regelmäßig gewarteten Feuerstätten gibt es keine absolute Sicherheit“, sagt Anne Wentzel, Vorsitzende der Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Da Kohlenmonoxid weder riechbar noch sichtbar ist, seien CO-Melder die einzige Möglichkeit, gefährliche Konzentrationen rechtzeitig zu erkennen.
Die Geräte lösen Alarm aus, bevor lebensbedrohliche Werte erreicht werden. Bewohner erhalten so wertvolle Zeit, die Wohnung zu verlassen und Hilfe zu alarmieren. Fachleute sehen CO-Melder deshalb als unverzichtbare Ergänzung zu technischen Sicherheitsmaßnahmen in Wohngebäuden.
Worauf es bei der Montage ankommt
CO-Melder sollten vor allem in Räumen mit Feuerstätten sowie in Schlaf- und Aufenthaltsräumen installiert werden. Anders als Rauchmelder gehören sie nicht an die Decke, sondern an die Wand – idealerweise in Atemhöhe, etwa 1 bis 1,5 Meter über dem Boden. Für die korrekte Platzierung empfiehlt sich ein Blick in die Herstellerangaben oder die Beratung durch Fachbetriebe, etwa durch das Schornsteinfegerhandwerk.
Ausführliche Hinweise zur Montage und Nutzung von CO-Meldern finden sich unter:
CO2 macht KO
Zur Initiative
Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen besteht seit 2018. Ihr gehören unter anderem ärztliche Fachverbände, der Deutsche Feuerwehrverband, Organisationen des Brandschutzes, das Schornsteinfegerhandwerk sowie Verbände aus der Energie- und Sicherheitstechnik an. Ziel ist es, über die Risiken von Kohlenmonoxid aufzuklären und schwere Vergiftungen zu verhindern.
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