BYC-NewsMainzDemonstrationen MainzGroßer ver.di-Warnstreik in Mainz

Großer ver.di-Warnstreik in Mainz

Vor der entscheidenden dritten Verhandlungsrunde macht die Gewerkschaft ver.di ernst.

In der Tarifrunde der Länder verschärft die Gewerkschaft ver.di den Ton. Für Dienstag, den 10. Februar 2026, sind alle Beschäftigten im Geltungsbereich des TV-L aus den Bezirken Mittelrhein und Pfalz zum Warnstreik aufgerufen. In Mainz wird mit massiven Auswirkungen im öffentlichen Dienst, an den Hochschulen und in den Kliniken gerechnet.

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Ablauf und Demonstration in der Innenstadt

Der Streiktag beginnt für viele Teilnehmer bereits am frühen Morgen. Die Gewerkschaft hat einen klaren Zeitplan für den Warnstreik in Mainz aufgestellt:

  • 08:45 Uhr: Start eines ersten Zuges vom Irène-Giron-Platz (Uni-Campus) mit Beschäftigten der JGU und des Studierendenwerks.

  • 09:30 Uhr: Sammelpunkt für alle Streikenden am alten Postlager (Mombacher Str. 11–15).

  • 10:30 Uhr: Beginn des großen Demonstrationszugs quer durch die Stadt in Richtung Fischtorplatz.

  • 12:00 Uhr: Zentrale Kundgebung am Fischtorplatz. Als Hauptrednerin wird die ver.di Landesbezirksleiterin Marion Paul erwartet.

Forderungen: „Wertschätzung besteht nicht aus warmen Worten“

Die Streikenden fordern eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Nachwuchskräfte wird ein Plus von 200 Euro sowie eine unbefristete Übernahme verlangt. Zusätzlich sollen Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Unterstützt wird der Protest durch Beschäftigte der AOK und der Stationierungsstreitkräfte, die sich in eigenen Tarifrunden befinden und ebenfalls deutliche Lohnsteigerungen fordern.

Diese Einrichtungen sind betroffen

Der Aufruf umfasst zahlreiche Institutionen in der Region, darunter:

  • Hochschulen: JGU Mainz, Uni Koblenz, TH Bingen, Hochschule Koblenz und RPTU Kaiserslautern.

  • Kliniken: Rhein-Hessen Fachklinik Alzey und Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach.

  • Behörden: Unter anderem das Landesamt für Mobilität Rheinland-Pfalz.

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Auswirkungen auf den Alltag

Bürgerinnen und Bürger sowie Studierende müssen sich am Dienstag auf Einschränkungen durch den Warnstreik in Mainz einstellen:

  • Mensen: Beim Studierendenwerk Mainz bleibt lediglich die Hauptmensa im Notbetrieb geöffnet, alle anderen Standorte bleiben zu.

  • Kitas: Die Kindertagesstätten der Studierendenwerke in Mainz und Koblenz bleiben komplett geschlossen.

  • Gesundheit: Für die Einrichtungen des Landeskrankenhauses sichert eine Notdienstvereinbarung die medizinische Basisversorgung ab.

Informationen zum Streikverlauf und kurzfristigen Änderungen erhalten Betroffene über die regionalen Kanäle von ver.di. Die Gewerkschaft betont, dass der Warnstreik in Mainz und damit der Druck vor der dritten Verhandlungsrunde (11. bis 13. Februar) notwendig sei, um die Blockadehaltung der Arbeitgeber zu brechen.

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