„Ich will nicht die Apokalypse vermitteln, sondern vielmehr dass wir uns im Klimanotstand befinden“, betonte Prof. Dr. Sebastian Seiffert vor den rund 40 Teilnehmern bei seinem Kurzvortrag im Mainzer Lennebergwald. „Dies sind die Fakten: der Wald leidet immer mehr unter den Folgen des Menschen gemachten Klimawandels“, ergänzt Maximilian Franke, Mitarbeiter im HessenForst und ergänzt: „es gibt zu wenig natürlich gewachsenen Wald und viel zu viel geplante Forstwirtschaft, die als Nutzwald geschaffen wurde.“

Der Klimawandel hinterlässt auch in Mainz seine Spuren

Spätestens seit den Trockenjahren 2015, 2018, 2019 und 2020 und ihren dramatischen Auswirkungen auf den Waldbestand ist klar: Der Klimawandel ist in Mainz und Rheinhessen angekommen und deutlich spürbar. Dies zeigte die Führung, zu der Seiffert als Direktkandidat der Klimaliste Rheinland-Pfalz für den Wahlkreis Mainz am Sonntag (27. Juli 2021) eingeladen hatte.

Sebastian Seiffert ist Professor für Physikalische Chemie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Der 42-jährige Vater zweier Kinder ist sich sicher: Klimaschutz wird und muss einen großen Lebenswandel bedingen. „Dies macht vielen Menschen Angst, doch ich will vermitteln dass darin auch große Chancen für eine lebenswerte Zukunft stecken“, so Seiffert. Dieser Angst will er mit Aufklärung und dem Aufzeigen von Chancen begegnen, die der Klimawandel für die Bürger mit sich bringen wird: „Wir müssen jetzt und umgehend handeln. Für Verhandeln ist keine Zeit mehr, die Zeit drängt wenn wir bestimmte Kippeffekte verhindern wollen, die bei einer Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad uns das Heft des Handelns entreißen werden.“ Mit ein Grund dafür, dass sich der Chemiker entschieden hat für die Klimaliste RLP e.V. als Direktkandidat zur Bundestagswahl im September anzutreten.