BYC-Exklusiv. Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht beendet und viele Unternehmer und Soloselbstständige sowie Arbeitnehmer haben durch die Maßnahmen enorme finanzielle Probleme. Jetzt kam heraus, dass der Geschäftsführer der Wohnbau Mainz und Parteikollege von Michael Ebling (SPD) eine Gehaltserhöhung von 15.000 Euro pro Jahr erhalten haben soll. Plus Prämien. BYC-News hat bei der Stadt angefragt.


Der Vorschlag kam vom Oberbürgermeister Michael Ebling

Nach 10-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Geschäftsführer der Wohnbau Mainz ist der Anstellungsvertrag von Herrn Thomas Will (SPD) ab November 2018 um weitere fünf Jahre verlängert worden. Es ist richtig, dass sein Grundgehalt ab diesem Jahr (2021) von bisher 190.000 € um 15.000 € angehoben werden soll. Sonstige Gehaltsregelungen von Herrn Will bleiben unverändert. Das Jahresgehalt von Herrn Geschäftsführer Franz Ringhoffer bleibt unverändert, teilte die Stadt Mainz auf Anfrage von dieser Online-Zeitung mit.

Auf Basis der Vorgaben des Public Corporate Governance Kodex der Landeshauptstadt Mainz wurde die Vergütung der Wohnbau-Geschäftsführung festgelegt. Gemäß dieser Vorgehensweise und in seiner Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender der ZBM (Gesellschafterin der Wohnbau Mainz) hat Oberbürgermeister Michael Ebling dem Aufsichtsrat der ZBM vorgeschlagen, das Gehalt von Thomas Will anzupassen. Diesem Vorschlag wurde zugestimmt.

Oberbürgermeister Michael Ebling zu der Gehaltserhöhung

„Das Grundgehalt von Thomas Will ist über mehrere Jahre nicht angepasst worden. Anpassungen sind nach einer gewissen Zeit, bspw. einigen Jahren, üblich. Bei der Festlegung der Gehälter von Geschäftsführern stadtnaher Gesellschaften wird immer auch die Verantwortung der Position berücksichtigt. Die Gehälter der Geschäftsführer der städtischen Beteiligungen werden jährlich im Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt transparent veröffentlicht.“