In der Nacht von Mittwoch (26.01.2022) auf Donnerstag (27.01.2022) wurde gegen 02:30 Uhr der Geldautomat in einer Sparkasse in Nackenheim gesprengt. Die Polizei wurden gegen 02:36 Uhr von Zeugen über Notruf alarmiert. BYC-News war vor Ort.


Großer Schaden – keine Beute

Laut ersten Informationen konnte kein Geld erbeutet werden, der Geldautomat ließ sich nicht öffnen, wurde lediglich stark beschädigt. Ein Brand, der durch die Detonation der Gase entstand, konnte durch die ebenfalls alarmierte Freiwillige Feuerwehr Bodenheim/Nackenheim schnell gelöscht werden. Die unbekannten Täter flüchteten anschließend in einem schwarzen Fahrzeug in Richtung Bodenheim.
Erste Spuren am Tatort deuteten darauf hin, dass die Täter den Sprengsatz aus ca. 50 Meter Entfernung von der Mainzer Straße aus gezündet hatten. Ein entsprechendes Kabel, welches noch von der Bank aus bis zur Mainzer Straße verlief, ließen die Täter vor Ort zurück.

Alte Sprengmethode gescheitert

Auch eine Gasflasche wurde von den Tätern am Tatort in der Langgasse zurückgelassen, welche auf die Art der Sprengung zurückzuführen ist. Da die Banken die Geldautomaten nach und nach mit Anlagen zur Neutralisierung von Gas aufgerüstet haben, ist die Sprengung mit einfließendem Gas mittlerweile nicht mehr effektiv genug, um die Automaten zu Öffnen. Im Fall der Geldautomatensprengung in Mainz-Mombach wurde Festsprengstoff zum öffnen des Automaten benutzt. Diese Methode wird von den Tätern mittlerweile favorisiert, jedoch rüsten die Banken aktuell auch dort immer weiter nach.

SB-Bereich vorübergehend geschlossen

Da der Selbstbedienungsterminal in der Nackenheimer Langgasse stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist dieser aktuell nicht nutzbar. Laut Informationen einer Verantwortlichen der Sparkasse in Nackenheim gegenüber dieser Online-Zeitung wird überlegt, den SB-Terminal nach dem Vorfall nicht mehr weiter zu betreiben.

Die Polizei ermittelt – Zeugen gesucht

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe im Phänomenbereich „Geldautomatensprengungen“ gegründet. Diese Ermittelt mit Hochdruck durch das K 15 der Kriminaldirektion Mainz und in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und weiteren Behörden betroffener Regionen. Zeugen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der 06131 – 65 36 33 in Verbindung zu setzen.