Rund 800 Schüler sind in Mainz-Hechtsheim für den Frieden in der Ukraine auf die Straße gegangen. Der Friedenslauf startete am Freitag (25. März 2022) um 11:50 Uhr an der IGS Auguste Cornelius in der Ringstraße. BYC-News war vor Ort.


Solidarität mit der Ukraine und den Menschen

„Wir haben heute einen Friedensgang mit der gesamten Schulgemeinschaft veranstaltet. Wir haben die Ereignisse in der Ukraine beobachtet und das hat uns als Schulgemeinschaft beschäftigt. Es gab da auch von den Kleinen schon viel Diskussionsbedarf und viele haben sich Sorgen gemacht, dass sich der Konflikt ausweitet“, berichtet Anna Schönherr, Organisatorin und Lehrerin an der IGS Auguste Cornelius gegenüber dieser Online-Zeitung. Daraufhin habe man sich dazu entschieden, für den Frieden auf die Straße zu gehen und sich mit der Ukraine und den Menschen dort zu solidarisieren.

„Wir sind hier eine sehr vielfältige Schulgemeinschaft und haben Schüler aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt“, erklärt sie weiter. Genauso wie man damals die syrischen Kinder mit offenen Armen empfangen habe, wolle man dies nun auch mit den ukrainischen Kindern machen.

Tatiana Herda Muñoz, Ortsvorsteherin von Mainz-Hechtsheim dazu

„Die Menschen hier finden so etwas großartig. Auch auf der Straße eben haben mich Menschen angesprochen und gesagt, dass si es großartig finden, dass so etwas stattfindet. Es waren ja auch nicht nur Schüler dabei, sondern auch sehr viele Vereine, der Schulelternbeirat und die Feuerwehr. Auch im Ortskern haben sich die Einzelhändler sich zusammengetan und in den Ukraine-Farben dekoriert. Das war ein ganz wichtiges Signal von der Schule und von den jungen Menschen“, sagte die Ortsvorsteherin.

Ich hoffe, dass uns dieser Krieg, der so nah an unserer Haustür ist, empathischer dafür macht, was mit Menschen in der ganzen Welt passiert. Sei es in Afrika, im Nah-Osten oder auch in Lateinamerika sind Menschen und Kinder betroffen vom Krieg und sie werden nicht gesehen. Sie sind auch bei uns und sind in unseren Schulen. Wir müssen deshalb alles sehen und nicht nur die an unserer Haustür, die aktuell so hart betroffen sind“, betonte Tatiana Herda Muñoz.