Burg Pfalzgrafenstein liegt auf einer Felseninsel im Rhein bei Kaub. Die Burg ist eine ehemalige Zollburg und ist von Ludwig den Bayern, Pfalzgrafen beim Rhein errichtet worden. Früher ist hier von der rechtsrheinischen Seite von den Schiffen Zoll verlangt worden. Die Burg hat die Aufgabe, die Zahlstelle auf der Seite in Kaub zu überwachen. Sie liegt wunderschön im oberen Mittelrheintal und ist genau wie die Burgen Burg Boppard und Marksburg noch vollständig erhalten. Burg Pfalzgrafenstein ist in den Jahren 1326 bis 1327 von Ludwig IV. erbaut worden und steht 110 Meter vom rechten und 160 Meter vom linken Rheinufer entfernt.


Die Burg kann besichtigt werden

Burg Pfalzgrafenstein ist 1803 von Napoleon erobert worden und ist dem Herzogtum Nassau zugeordnet worden. Bis zum Jahr 1867, als beide Rheinseiten preußisch geworden sind, haben in der Burg Zollbeamten gearbeitet. Der Rheinzoll von Schiffen hat dem früheren Adel als Einnahme gedient. Bis zum Ausbau des Rheins im 19. Jahrhundert ist auch nur die rechtsrheinische Seite der Burg für Schiffe befahrbar gewesen. Auf der linken Seite der Burg im Rhein hat es gefährliche Stromschnellen gegeben. Erst nach den Ausbauarbeiten im Rhein in den 1970-er Jahren fahren nun auf der linken Rheinseite die Schiffe an der Burg vorbei.

Die linke Seite des Rheins ist 9 Meter tief. Die Burg hat einen noch sehr gut erhaltenen fünfeckigen Turm. Die Anlage um den Turm ist 12 Meter hoch und es gibt 2,60 Meter dicken Ringmauern. Burg Pfalzgrafenstein hat auch ein Verlies und ist sehenswert. Täglich fahren Personenfähren von Kaub zur Felseninsel mit vielen Besuchern, die Burg Pfalzgrafenstein besichtigen.

Seit 2002 ist die Burg Pfalzgrafenstein Weltkulturerbe

Weil die Burg noch so gut erhalten und geschichtlich sehr interessant ist, ist sie im Jahr 2002 zum UNESCO Welterbe ernannt worden. Sie ist eine der markanten Burgen im Oberen Mittelrheintal und gehört zu Rheinland-Pfalz. Burg Pfalzgrafenstein liegt wunderschön im Oberen Mittelrheintal zwischen Bingen und der Loreley und ist einen Besuch wert. Da das UNESCO Welterbe dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert, gibt es seit April mehrere Veranstaltungen zum Auftakt des Kunst- und Kulturobjektes „Aufwind“ oder „Lebendiger Pfalzgraben“ bei der Burg. Seit 1998 untersteht die Burg der Organisation Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz und ist, wenn die Wasserverhältnisse das zulassen, zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr zu besichtigen.

Die einzigen Beschädigungen der Burg sind klimabedingt. Im Winter wird die Burg infolge von Eisschollen am Rhein durch Eisgang beschädigt. Deswegen ist die Burg 1606 und 1607 noch mal mit einer massiven Spitze verstärkt worden. 1714 ist noch mal ein barocker Turmhelm aufgesetzt worden. Der Turm ist insgesamt 36 Meter hoch. Die Anlage Pfalzgrafenstein sieht selbst aus wie ein Schiff im Rhein. Seit dem Jahr 2002 ist sie als UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal nach der Haager Konvention als Kulturgut geschützt.


Personenfähren fahren ab Kaub zur Burg hin und zurück

Bis zum preußisch-österreichischen Krieg, indem die Burg von Napoleon befreit worden ist, ist die Burg Zollstation gewesen. Danach ist sie bis zu den 1960-er Jahren als Signalstation genutzt worden. Sie ist auch ein schönes Motiv für Fotografien vom Schiff, vom Helikopter oder vom Land aus. Im Jahr 2007 ist sie noch mal mit einem neuen Farbanstrich versehen worden und restauriert worden. Es finden auch kulturelle Veranstaltungen in der Burg statt. Abends wird sie oft auch mit Beleuchtung angestrahlt.

Bei Hoch- und Niedrigwasser fahren die Personenfähren die Burg nicht an. Hochwasser ist ab einem Pegelstand von mehr als 4 Meter der Fall. Ansonsten legt die Personenfähre ab 10.00 Uhr im 30-minütigen Rhythmus ab und fährt hin und her. Die Burg ist von außen weiß und kann auch ohne Führung besichtigt werden. Der Eintritt zur Burg wird von den Besuchern inklusive der Fährfahrt bezahlt. Wegen der Zollfunktion ist die Burg niemals bewohnt gewesen.

Die Burgbesichtigung ist ein Highlight

Vom Weinort Kaub kann die Burg täglich nach den Öffnungszeiten der Fähre angefahren werden. Mitten im Fluss gelegen mit der Besichtigung ist die Anfahrt und Besichtigung der Burg Rheinromantik pur. Von März bis Oktober fahren Personenfähren im 30-Minuten-Takt. Der letzte Einlass ist um 16.00 Uhr und die Rückfahrt um 17.00 Uhr. Führungen können auf Anfrage gebucht werden. Die Führung dauert ungefähr 1,5 Stunden und ist für alle Altersgruppen geeignet.