Weibliche Chirurginnen sind in deutschen Operationssälen nach wie vor in der Minderheit und in Endoprothesenzentren noch rarer gesät. In ihrer letzten Statistik von 2020 weist die Bundesärztekammer für alle operativen Fachgebiete einen Frauenanteil von rund 22 Prozent aus. Dass es auch anders geht, zeigt die Sektion Orthopädie des Diakonie Krankenhauses. Hier sind 40 Prozent der Ärzte weiblich und es ist sogar das einzige Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung in Deutschland, in dem zwei Senior-Hauptoperateurinnen am OP-Tisch stehen.


Neben Dr. Martina Dafferner-Franzmann ist dies Oberärztin Dr. Cornelia Schmitt, die kürzlich ihre Qualifikation als Senior-Hauptoperateurin erfolgreich abgeschlossen hat

Dafür muss sie neben der fachlichen Expertise und regelmäßigen Fortbildungen jedes Jahr mindestens 100 Gelenkersatz-Operationen durchführen. „Orthopädie war schon immer mein Lieblingsfach. Ich mag das Handwerkliche und die Möglichkeit, Patienten von 0 bis 100 Jahre zu betreuen, macht die Orthopädie sehr vielfältig. Über die offizielle Bestätigung als Senior-Hauptoperateurin freue ich mich sehr“, sagt Dr. Cornelia Schmitt. Die 36-jährige Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie stammt gebürtig aus Kusel, studierte Medizin in Homburg an der Saar und verstärkt seit 2019 das Team der Sektion Orthopädie.

Seit 2012 ist das Diakonie Krankenhaues ein Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung und damit in der höchsten Stufe der Versorgung

Diese Zertifizierung wird jedes Jahr von unabhängigen Experten überprüft und belegt die hohe Qualität in der Behandlung und Betreuung von Patienten mit künstlichen Gelenken. Jedes Jahr werden in Bad Kreuznach gut 500 künstliche Hüft-, Knie- und Schulter- Gelenke implantiert und Wechseloperationen durchgeführt. Den Großteil der neuen Kniegelenke operiert das erfahrene Ärzte-Team, zu dem auch die Hauptoperateure und langjährigen Oberärzte Dr. Markus Stolz, Tomas Cicinskas und Norbert Madera gehören, mit dem Roboterarm Mako. „Spezialisierte Zentren stehen für ein hohes Maß an Kompetenz und Erfahrung im Bereich der Hüft- und Knieendoprothetik – und für mehr Sicherheit bei der Behandlung. Durch genaue Untersuchung und ausführliche Beratung bieten wir für jeden Patienten die individuell beste Therapie“, betont Sektionsleiterin Dr. Martina Dafferner-Franzmann.