In einem Schreiben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach an den Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heißt es, dass pandemiebedingte Sicherstellungsmaßnahmen wie Schutzausrüstungen für die Arztpraxen nicht weiter finanziert werden angesichts der stabilen Situation auf den Intensivstationen und fehlenden Hinweisen für eine Überlastung des Gesundheitssytems.


Der Hausärzteverband RLP teilt dazu mit:

„Wir fragen uns: Weiß Herr Lauterbach nicht, dass aktuell 95% der Coronapatienten in den Hausarztpraxen in Deutschland versorgt werden? Niemals zuvor war die Belastung für die Praxisteams bei der Betreuung von Infektpatienten so hoch wie derzeit! Niemals zuvor war das Infektionsrisiko für die Praxisteams so hoch wie derzeit! Ohne Schutzmaßnahmen in den Praxen liegt die ambulante Versorgung morgen brach.

Ohne ambulante Versorgung laufen die Kliniken morgen in die Überlastung. Der Hausärzteverband Rheinland-Pfalz fordert, dass die Einstellung der Finanzierung für diese zwingend notwendigen hohen Hygienemaßnahmen sofort revidiert wird.

In Verantwortung für die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen während der auf Hochtouren laufenden pandemischen Lage ist es daher unverändert staatliche Aufgabe, die Finanzierung der komplexen Schutzausrüstung, die weit über das reguläre Maß hinausgeht, sicherzustellen. Wir stemmen uns gegen Omikron und Minister Lauterbach versagt uns die Kostenübernahme!“