Am Mittwochnachmittag (09. Februar 2022) musste die Feuerwehr gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Polizei gegen 15:50 Uhr nach Mainz-Bretzenheim ausrücken. Dort wurde von einem aufmerksamen Nachbarn gemeldet, dass seit einiger Zeit ein Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus piepsen würde. BYC-News war vor Ort.


Schrillender Rauchmelder und Brandrauch aus dem zweiten Stock

Der Melder, der zudem auch Angehöriger der Freiwilligen Feuerwehr Mainz-Bretzenheim war, wies die eintreffenden Kameraden der Feuerwehr umgehend in die Lage ein. Als die Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1 in der Willi-Wolf-Straße ankam, war der Rauchmelder aus der Wohnung noch immer zu hören. Auch eine Rauchentwicklung aus dem Fenster des zweiten Stockwerkes war zu sehen, sodass der Einsatzleiter René Adler das Alarmstichwort erhöhte und weitere Kräfte zur Einsatzstelle nachalarmieren ließ. Auf Klopfen und Klingeln öffnete niemand die Wohnungstür. Zu diesem Zeitpunkt war noch unklar, ob sich Personen in der Wohnung befinden. Die Feuerwehrleute stellten nach kurzer Erkundung fest, dass ein Fenster der Wohnung im zweiten Stock des Mehrfamilienhauses gekippt war, es war geplant, sich mit einer Steckleiter Zugang zu diesem Fenster zu verschaffen und so in die Wohnung zu gelangen. Während die Feuerwehr den Brandangriff vorbereitete, kam die Enkelin der Wohnungsinhaberin vorbei und gab bekannt, dass die 87-Jährige Großmutter definitiv in der Wohnung sein muss. Jedoch hatte sie keinen Schlüssel für die Räumlichkeiten.

Angehörige eilte mit Schlüssel zur Hilfe

Gerade als die Feuerwehr mit der Steckleiter an das gekippte Fenster Anleitern wollte, kam die zweite Enkelin vorbei und übergab der Feuerwehr den Schlüssel zur Wohnung. „Die Feuerwehr betrat unter Atemschutz die Wohnung und stellte angebranntes Kochgut auf dem Herd als Ursache für den Brandgeruch und den starken Rauch fest. Dieses wurde mit Wasser durch die Feuerwehr abgelöscht. In einem weiteren Zimmer schlief die 87-jährige Dame tief und fest.“ berichtete der Einsatzleiter gegenüber dieser Online-Zeitung. Da die Tür des Zimmers geschlossen war, wurde verhindert, dass nicht allzu viel Rauch in das Wohnzimmer der schlafenden Dame drang. Sie wurde durch die Feuerwehr geweckt, mit einer Fluchthaube aus der Wohnung geführt und dem bereitstehenden Rettungsdienst übergeben. 

Hörgeräte nicht eingesetzt

Der Grund, wieso die Dame den Rauchmelder, das Klingeln und auch nicht das Klopfen gehört hatte, war nicht etwa zu tiefer Schlaf, sondern die Tatsache, dass die ältere Dame schlecht hörte und ihre Hörgeräte nicht eingesetzt hatte. Die 87-Jährige wurde glücklicherweise nicht verletzt. Sie wurde nach ambulanter Behandlung durch den Rettungsdienst an die Enkeltöchter übergeben. Währenddessen wurde ihre Wohnung mit einem Überdrucklüfter durch die Feuerwehr maschinell belüftet und entraucht. Im Einsatz waren die Berufsfeuerwehr der Feuerwache 1, die freiwillige Feuerwehr Mainz Bretzenheim, die Polizei Mainz und der Regelrettungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe.