Ein routinemäßiger Streifengang der Bundespolizei im Mainzer Hauptbahnhof endete am späten Sonntagabend (12. April 2026) für einen 52-jährigen Mann hinter Gittern. Die Kontrolle gegen 21:00 Uhr eskalierte schnell, als sich der Betroffene massiv unkooperativ zeigte.
Aggressives Auftreten und Beleidigungen am Mainzer Hauptbahnhof
Der 52-jährige Deutsche reagierte auf die polizeiliche Ansprache von Beginn an äußerst aggressiv. Da er sich den Anweisungen widersetzte und die Beamten zudem verbal beleidigte, mussten ihm zur Eigensicherung und zur Durchführung der Maßnahmen zwischenzeitlich Handschellen angelegt werden.
Der Grund für das nervöse Verhalten des Mannes wurde bei der Überprüfung seiner Personalien im Fahndungssystem schnell klar. Gegen ihn lagen gleich zwei Haftbefehle vor: Die Staatsanwaltschaft Mainz suchte den Mann wegen eines besonders schweren Falles von Diebstahl und Computerbetrug. Außerdem hatte die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ihn bereits rechtskräftig wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 2.850,00 Euro verurteilt. Da er diese nicht gezahlt hatte, stand eine Ersatzfreiheitsstrafe von 95 Tagen im Raum.
Vorführung beim Haftrichter und Einlieferung in die JVA
Nachdem der Mann die Nacht im Gewahrsam der Bundespolizei verbracht hatte, wurde er am Montag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser bestätigte den Untersuchungshaftbefehl.
Da der 52-Jährige auch die geforderte Geldstrafe aus dem zweiten Haftbefehl nicht begleichen konnte, wurde er nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen direkt in die Justizvollzugsanstalt Rohrbach eingeliefert. Neben den bestehenden Delikten muss er sich nun auch wegen der Beleidigung der eingesetzten Polizeibeamten verantworten.





