„Als koalitionstragende Fraktion im Mainzer Stadtrat unterstützen wir die Position des Mainzer Oberbürgermeisters und der Verkehrsdezernentin ausdrücklich nicht!“ Mit diesen Worten wendet sich der Fraktionsvorsitzende der Mainzer FDP, David Dietz, an den Bundesverkehrsminister Volker Wissing (ebenfalls FDP), um weiterhin für einen Ausbau der sogenannten „6+2-Lösung“ zu werben. „Wenn es gelingen soll, dass wir die Stadt mit weniger Autoverkehr belasten, dann ist eine Stärkung der Autobahn- und Zubringertrassen rund um Mainz unumgänglich“, betont Dietz.


Die so intensiven wie langwierigen Prüfungen der verschiedenen Ausbauvarianten hätten schlussendlich als Ergebnis den bereits skizzierten vollumfänglichen Ausbau gezeitigt.

„Die immer wieder verzögerte Umsetzung des Ausbaus quält eine ganze Region.“ Der vorgebrachte Einwurf, mit zwei zusätzlichen Spuren sei ein nicht vertretbarer Flächenverbrauch verbunden, habe nicht überzeugen können. „Auch die Möglichkeiten, einen effektiveren Lärmschutz für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu realisieren, sprechen unseres Erachtens für die große Lösung“, hält Dietz fest.

„Die Diskussion um den Ausbau der A 643 ist im Grunde vor langer Zeit zu einem Ende gekommen. Es wird wirklich Zeit, dass wir auch auf rheinland-pfälzischer Seite zu Potte kommen.“ Wer ernsthaft glaube, dass mit einer Verknappung der Fläche weniger Verkehr in einer der prosperierendsten Regionen entstehe, der sei mit dieser Position zum Scheitern verurteilt. „Die Verlagerung würde weiterhin unsere Stadt und die betreffenden Ortsteile belasten. Das wollen wir jetzt beenden“, so Dietz