Die Ankündigung des Staatssekretärs aus dem Bundesverkehrsministerium Oliver Luksic (FDP), dass ein vollumfänglicher sechsspuriger Ausbau der A643 zwischen dem Autobahndreieck Mainz und der Schiersteiner Brücke verkehrlich notwendig sei und deshalb nunmehr angegangen werde, findet die volle Unterstützung und den Applaus der Mainzer FDP-Stadtratsfraktion.


„An der verkehrlichen Notwendigkeit hat sich nichts geändert“

„Wir teilen die Einschätzung des Verkehrsstaatssekretärs ausdrücklich und können nur begrüßen, dass die jahrelange Hängepartie nun offensichtlich zu einem Ende kommt“, betont der Fraktionsvorsitzende David Dietz. „An der verkehrlichen Notwendigkeit hat sich in all den Jahren nichts geändert, so dass wir nun auch auf rheinland-pfälzischer Seite nun endlich den Ausbau angehen können.“ Diese Position hatte Dietz bereits im Februar dieses Jahres in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Volker Wissing verdeutlicht. Die nun öffentlich gemachte Äußerung des Staatssekretärs bestätige damit die Linie der freidemokratischen Fraktion in Mainz.

Sechsspuriger Ausbau als beste Variante

Die so intensiven wie langwierigen Prüfungen der verschiedenen Ausbauvarianten hätten schlussendlich als Ergebnis den bereits skizzierten vollumfänglichen Ausbau als beste Variante gezeigt. „Die immer wieder verzögerte Umsetzung des Ausbaus hat die gesamte Region lange genug gequält“, zeigt sich Dietz erfreut, dass die Umsetzung von Seite des FDP-geführten Verkehrsministeriums in Berlin nun konsequent umgesetzt werden soll.

Der immer wieder vorgebrachte Einwurf, mit zwei zusätzlichen Spuren sei ein nicht vertretbarer Flächenverbrauch verbunden, habe schlussendlich nicht überzeugen können. „Auch die Möglichkeiten, einen effektiveren Lärmschutz für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu realisieren, sprechen unseres Erachtens für die große Lösung“, hält Dietz fest.

Wachsende Region muss entlastet werden

„Die Diskussion um den Ausbau der A643 ist im Grunde vor langer Zeit zu einem Ende gekommen. Es wird wirklich Zeit, dass wir auch auf rheinland-pfälzischer Seite zu Potte kommen.“ Wer ernsthaft glaube, dass mit einer Verknappung der Fläche weniger Verkehr in einer der prosperierendsten Regionen entstehe, der sei mit dieser Position zum Scheitern verurteilt. „Die Verlagerung würde weiterhin unsere Stadt und die betreffenden Ortsteile belasten. Das wollen wir jetzt beenden“, so Dietz.

„Wenn es gelingen soll, dass wir die Stadt mit weniger Autoverkehr belasten, dann ist eine Stärkung der Autobahn- und Zubringertrassen rund um Mainz unumgänglich“, macht Dietz deutlich.

Wiesbadener Verkehrsdezernent liegt mit Einschätzung richtig

Als „goldrichtig“ bewertet Dietz die Aussagen des Wiesbadener Verkehrsdezernenten Andreas Kowol. Dieser hätte es als einen „Treppenwitz“ empfunden, wenn der Ausbau der  A643 nicht vollumfänglich umgesetzt würde. „Nachdem die hessische Seite schon vor Jahren mit dem Ausbau vorangekommen ist, müssen wir nun auch zu Potte kommen. Eine derartige Ungleichverteilung der Lasten kann nicht funktionieren“, meint Dietz.

Schließlich habe Kowol auch mit der Annahme Recht, dass der Verkehr im Rhein-Main-Gebiet auch perspektivisch nicht abnehme. Deshalb sei der seit vielen Jahren geplante Ausbau der A643 nun endlich umzusetzen.