Erstmeldung 11:20 Uhr: In der Landeshauptstadt Berlin kam es am Mittwochvormittag (08. Juni 2022) gegen 10:30 Uhr zu einem Vorfall unweit der Gedächtniskirche und dem Ku’Damm. Nach ersten Angaben der Polizei soll ein PKW in eine Menschenmenge und kurz darauf in eine Schaufensterscheibe in der Tauentzienstraße gerast sein.


Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort

Entgegen ersten Meldungen, dass 30 Personen verletzt seien, korrigierte die Feuerwehr die Anzahl der Verletzten in einer ersten Meldung auf lediglich zehn verletzte Personen, eine Person erlag ihren schweren Verletzungen noch vor Ort. Die Einsatzkräfte seien mit einer Vielzahl an Kräften im Einsatz, so heißt es nach ersten Informationen.

Ob es sich bei dem Vorfall um ein vorsätzliches Handeln oder tatsächlich einen Unfall handelt, ist aktuell unklar. Der Fahrer des Renault Clio wurde von der Polizei vor Ort festgenommen, schreibt die Polizei auf Twitter.

Im Auto soll ein Bekennerschreiben gefunden worden sein

Update 17:00 Uhr: Insgesamt wurden zahlreiche Menschen verletzt, davon drei schwer und sechs lebensgefährlich. In der Menschenmenge sollen sich unter anderem 24 Schüler und zwei Lehrer aus Bad Arolsen in Hessen befunden haben. Die Lehrerin wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Der Lehrer wurde schwer verletzt. Zwölf der Schüler sollen verletzt worden sein, einer von ihnen schwer. Außerdem soll sich nach Medieninformationen auch eine Schwangere unter den Verletzten befinden.

Nach Polizeiangaben handelt es sich dem Fahrer um Gor H., einen 29 Jahre alten in Berlin lebenden Deutsch-Armenier. Nachdem er in die Menschenmenge gefahren war, raste er in das Schaufenster einer Parfümerie. Anschließend versuchte er von der Unfallstelle zu fliehen, wurde jedoch von Passanten gestoppt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Die Polizei verhaftete den Mann anschließend und verhörte ihn.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll in dem Renault Clio ein Bekennerschreiben gefunden worden sein. „Auf keinen Fall ein Unfall – ein Amokläufer, ein eiskalter Killer.“, sagte einer der Ermittler gegenüber der Zeitung.

Die Ermittlungen dauern weiter an, eine konkrete Bedrohungslage besteht nach Angaben der Polizei nicht.

Update 17:30 Uhr: Die Berliner Innensenatorin, Iris Spranger, dementierte die Information über das angeblich im Auto des 29-Jährigen gefundene Bekennerschreiben.