StartWirtschaftEvonik baut 3.200 Stellen ab – Tochterunternehmen sollen verkauft werden

Evonik baut 3.200 Stellen ab – Tochterunternehmen sollen verkauft werden

Krise in der Chemiebranche

Die Krise in der Chemiebranche setzt auch Evonik weiter unter Druck. Der Spezialchemiekonzern hat den Abbau von insgesamt 3.200 Stellen angekündigt. 2.150 davon entfallen nach Angaben des Unternehmens auf Deutschland. Gleichzeitig soll der Konzernumbau auf mehreren Ebenen fortgesetzt werden.

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Evonik will Strukturen verändern

Interimschef Claus Rettig kündigte nach einer Strategieklausur von Vorstand und Aufsichtsrat an, den bisherigen Umbau weiterzuführen. „Wir werden diese Polykrise nutzen, um alte Strukturen zu ändern und uns besser aufzustellen“, sagte Rettig.

Der Umbau soll demnach auf allen Ebenen des Unternehmens fortgesetzt werden. Für zahlreiche Beschäftigte bedeutet das die Sorge um ihre Arbeitsplätze.

Oxeno und Syneqt sollen verkauft werden

Neben dem Stellenabbau plant Evonik auch Veränderungen bei seinen Tochterunternehmen. Der Konzern will sich von Oxeno und Syneqt trennen. Zusammen beschäftigen die beiden Unternehmen rund 4.300 Menschen.

Bei Oxeno führt Evonik nach Angaben von Rettig bereits Gespräche mit potenziellen Investoren. Für Syneqt seien solche Gespräche bislang noch nicht aufgenommen worden. An einem Verkauf beider Unternehmen hält der Interimschef jedoch fest.

„Wir sprechen bei Oxeno mit Investoren, im Falle Syneqts ist das noch nicht der Fall“, sagte Rettig: „Aber es ist klar, dass es in beiden Fällen zum Verkauf kommen wird.“

Der Stellenabbau und die geplanten Verkäufe sind Teil des weiteren Konzernumbaus, mit dem Evonik auf die anhaltende Krise der Chemiebranche reagieren will.