Aufgrund der kalten und nassen Witterung im Frühling kam der erste Nieder-Olmer Stadthonig mit vier Wochen Verspätung, aber gerade noch rechtzeitig zum Tag der offenen Tür im Nieder-Olmer Natur-Stadtgarten.

Engagement seit über zehn Jahren

Bei herrlichem Sommerwetter wuselten nicht nur die fleißigen Bienen durch die Blütenpracht des Gartens, sondern auch viele Besucher, die sich begeistert zeigten von der Pflanzenvielfalt, die es hier zu bestaunen gibt. Dieter Roth und seine Frau Angelika engagieren sich seit über zehn Jahren ehrenamtlich mit sehr viel Liebe und Leidenschaft im nachhaltigen Stadtgartenprojekt. Seit ein paar Monaten kümmert sich Dieter Roth auch um drei Bienenvölker, die vor dem Garten auf der Blühwiese städtischen Nektar sammeln. „Es war kein leichter Anfang, weil das Wetter dieses Jahr so gar nicht mitspielen wollte, dennoch konnten wir jetzt beim ersten Mal 30 Kilogramm Honig schleudern“, informierte der erfahrene Imker.

Honig heiß begehrt

In 60 Gläser abgefüllt, war der cremig-süße Sommerblütenhonig dann auch heiß begehrt und wurde Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuss und Hans-Jürgen Straub, dem 1. Beigeordneten, fast aus den Händen gerissen. „Der Honig ist ein schönes Signal für urbane Lebensqualität, aber vor allem auch für Nachhaltigkeit“, sagte Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuss und freute sich über die große Nachfrage.

Erlös für weitere Projekte

Familie Roth sowie der Initiatorin der Natur-Stadtgarten-Idee, Eva Schedereit, sei es ein großes Anliegen mit diesem Projekt den Kindern die Natur nahezubringen, aber auch die Menschen dafür zu sensibilisieren, im eigenen Garten für Blütenvielfalt zu sorgen. „Eine wunderbare Intention, die wir als Stadt nur unterstützen können“, so Hasenfuss. Am Ende des Tages war der Honig ratzeputz ausverkauft und die Kasse mit 650 Euro gefüllt. „Das Geld kann nun weiteren Projekten des Stadtgartens zugutekommen“, freuen sich der Bürgermeister und Beigeordneter. Und wer es jetzt verpasst habe, sich einen Stadthonig zu sichern, der bekomme im September noch einmal die Chance, versprach er. „Dann gibt es die zweite und zugleich letzte Ernte des Jahres, bevor sich die Bienen für den Winter selbst Vorräte anlegen müssen“, klärte Dieter Roth auf.

Quelle: Stadt Nieder-Olm / Annette Pospesch