Ärger um Parkplatz in der Beethovenstraße in Gustavsburg – Wie bereits am 19. Februar berichtet, kommt es im Stadtteil Gustavsburg offensichtlich zur gewerblichen Nutzung von öffentlichen Parkplätzen. Nach dem Bericht über die Situation am ehemaligen Bürgerhaus an der Hermann-Löns-Allee meldeten sich nun zahlreiche Stadtbewohner aus Ginsheim-Gustavsburg über die Rubrik „Leserstimme“ bei der Redaktion. Sie teilten mit, dass auf dem Parkplatz in der Beethovenstraße ebenfalls Verladeaktionen von Kleintransportern in den Abend- und Nachtstunden stattfinden. Zudem stünden dort aktuell mehrere abgemeldete Fahrzeuge. Es komme demnach nicht selten vor, dass Abschleppfahrzeuge mit Kennzeichen aus Bulgarien und Polen dort Autos abladen oder aufladen.
Zweifel an städtischen Kontrollen und taktisches Verschieben
Die Anwohner können die Aussage der Stadt aus dem Bericht vom 19.02.2026 nicht nachvollziehen. Laut offizieller Darstellung der Verwaltung würden regelmäßige Kontrollen am Bürgerhaus stattfinden. Dies bezweifeln die Anwohner der Hermann-Löns-Allee und der Beethovenstraße jedoch massiv, da die Fahrzeuge zwischen den beiden Standorten desöfteren hin und her gefahren werden – je nach aktueller Platzverfügbarkeit auf dem jeweiligen Parkplatz Ginsheim-Gustavsburg. Durch dieses taktische Umsetzen entziehen sich die Halter offenbar der dauerhaften Erfassung durch die Ordnungshüter und täuschen eine reguläre Nutzung vor.
Umweltgefahr durch einsickerndes Öl
Öffentlicher Raum als Schaufenster für Mobile.de
Ein weiterer Vorwurf der Bürger wiegt schwer: Es wird beobachtet, dass auf dem Areal desöfteren Fahrzeuge stehen, die zeitgleich auf dem Verkaufsportal Mobile.de inseriert sind. Nach Angaben von Anwohnern soll es sich im Schnitt um etwa drei Fahrzeuge pro Woche handeln, die so zum Kauf angeboten werden. Die Parkplatzhändler nutzen den öffentlichen Parkplatz in der Beethovenstraße somit gezielt als kostenlose Ausstellungsfläche, um dem Anschein nach gewerbliche Tätigkeiten im öffentlichen Raum zu vollziehen, ohne für eigene Gewerbeflächen zu bezahlen. Hier geht es zum Bericht Dubiose Gestalten in der Hermann-Löns-Allee.
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