Abhängig von der Wetterlage erfolgen ab dem 20. Dezember an voraussichtlich ein bis zwei Tagen Vermessungsflüge einer Drohne entlang der B 9 (Mainzer Straße und Rheinallee) in Nierstein. Die behördlich genehmigte Befliegung wird durch ein Fachbüro für Vermessung im Auftrag des LBM Worms vorgenommen. Die dabei gewonnenen Daten dienen als Grundlage für die Erstellung der Straßenplanung für eine Ortsumgehung von Nierstein. Die Vermessungsflüge konzentrieren sich in Nierstein auf den Bereich zwischen der Bahnlinie und dem Rheinufer.


Flughöhe ca. 70 Meter

Um den Verkehr auf der stark belasteten Bundesstraße 9 nicht zu beeinträchtigen, kommt zur Aufnahme der notwendigen Geländedaten eine mit besonderen Messeinrichtungen (3D-Laserscan-Modul und Digitalkamera) ausgestattete Drohne zum Einsatz. Die Flughöhe der Vermessungsdrohne wird etwa 70 Meter betragen.

Das Einmessen von weiteren Basispunkten im Gelände findet ab Anfang Januar mit klassischen Messgeräten vor Ort statt. Der Verkehr wird auch während dieser Vermessungsarbeiten nicht behindert. Die Kosten der Vermessung betragen rund 16.000 Euro.

Hintergrund

Der Raumordnerische Entscheid (ROE) für die Ortsumgehung Nierstein vom 25. Juli 2013 sieht die Verlegung der B 9 in einem Rheinufertunnel vor. Mit dem ROE ist die Linienführung für die B 9neu gefunden und damit die Basis und Grundlage für die weiteren Planungen gegeben. Der LBM hat die Vorplanung und die Vorabstimmungen mit dem Bundesverkehrsministerium weitgehend abgeschlossen. Mit den neuen Vermessungsdaten können die Planunterlagen für eine noch anstehende behördeninterne Plangenehmigung durch den Bund erstellt werden. Nach der Genehmigung der straßenplanerischen Entwurfsunterlagen durch den Bund, ist neben der Finanzierung des Großprojektes ein Planfeststellungsverfahren zur Schaffung des Baurechts Voraussetzung für eine bauliche Umsetzung. Aussagen über einen Baustart sind in der jetzigen Planungsphase noch nicht möglich.