Am Montagmittag (7. Februar 2022) kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Großeinsatz der Polizei in einer Grundschule in Winnweiler (Donnersbergkreis). Ein bislang unbekannter Anrufer hatte einen Amoklauf an der Grundschule in der Schulstraße angedroht.


Übler Scherz von Kindern oder Jugendlichen

Der Anrufer sprach seine Nachricht am Vormittag auf den Anrufbeantworter der Grundschule. Di Schulleitung hatte umgehend nach Bekanntwerden des Anrufs gegen kurz vor 11 Uhr die Polizei in Kenntnis gesetzt.

Weil die Polizei solche Drohungen grundsätzlich sehr ernst nimmt, machten sich umgehend eine Vielzahl an Einsatzkräften auf den Weg zur Schule. Rund 200 Schüler sowie Lehrkräfte wurden in ein nahegelegenes Gymnasium evakuiert. Das Schulgelände wurde von Polizeikräften abgesperrt und durchsucht. Mehrere Einsatzkräfte und Sprengstoffspürhunde der Bundespolizei unterstützten die Maßnahmen. Schnell wurde jedoch klar, dass es sich um einen üblen Scherz von Kindern oder Jugendlichen gehandelt haben dürfte. Nach etwa zwei Stunden konnte die Polizei schließlich Entwarnung geben.

Für die Dauer des Einsatzes war die Schulstraße vollständig abgesperrt und der Straßenverkehr wurde umgeleitet. Davon waren auch Schulbusse und nach Schulschluss die Schüler einer benachbarten Realschule betroffen. Die Ermittlungen zur Identifizierung des Anrufers dauern an. Zum Wortlaut der Drohung macht die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aktuell keine Angaben.

Wie die Polizei mitteilt:

Die Polizei teilte am Mittwoch (9. Februar 2022) mit: Nach der Androhung eines Amoklaufs an einer Grundschule in der Schulstraße (wir berichteten) hat die Polizei fünf Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren ermittelt. Eine Schülerin und vier Schüler einer anderen Schule haben nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen gemeinsam an dem Anruf mitgewirkt. Die Polizei prüft, ob die Familien die Kosten des Einsatzes übernehmen müssen.