Nachrichten Groß-Gerau | Bereits am 15. März begann im Kreis Groß-Gerau die Brut- und Setzzeit. Schon jetzt ist bei Hasen, Bodenbrütern wie Kiebitz, Fasan oder Rebhuhn und beim Rehwild die Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit voll im Gange. Die ersten Rehkitze sind bereits da.


Jungwild auf keinen Fall anfassen

Rehkitze beispielsweise folgen erst ab der vierten Lebenswoche ihrer Mutter. Vorher sitzen die Kleinen in waldnahen Wiesen oder Feldern im hohen Gras. Die Rehe lassen ihre Jungtiere zum Schutz vor Fressfeinden, wie dem Fuchs, gut getarnt im Hohen Gras zurück. Die Mutter erscheint nur rund 35 Minuten am Tag bei den Jungen, um sie zu Säugen.

Für die Menschen gilt in dieser Zeit: Die Jungen aus der Entfernung beobachten ist erlaubt. Den Wildtieren sollte man aber auf keinen Fall zu nah kommen oder sie gar anfassen. Auch wenn man es vermeintlich nur gut mit dem alleingelassenen Jungtier meint, sollte man sich fern halten. Denn in der ersten Zeit ihres Lebens besitzen die Jungen kaum einen Eigengeruch. Wenn sie dann von Menschen oder beispielsweise Hunden berührt werden, haftet deren Geruch an den Jungtieren. Das schreckt die Muttertiere ab und macht den Nachwuchs tatsächlich zu Waisen. In Folge verhungern die Tierkinder.

Die Elterntiere sind meistens in der Nähe

In der Regel sind die Elterntiere nie weit entfernt. Aus sicherer Entfernung beobachten sie ihren Nachwuchs, um keine Beutegreifer anzulocken und ihre Jungen trotzdem im Blick zu haben. Sobald die vermeintliche Gefahr vorbei ist, holen die Elterntiere ihren Nachwuchs ab und bringen ihn an einen sicheren Ort.

Hunde gehören in dieser Zeit an die Leine

Spaziergänger und vor allem Hundehalter werden deshalb darum gebeten, in der Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit bis etwa Mitte Juli, auf den Wegen zu bleiben und ihre Hunde stets an der Leine zu führen.

In einigen Kommunen gilt in dieser Zeit sogar eine Anleinpflicht für Hunde. Doch auch in Städten und Gemeinden, in denen diese Pflicht nicht besteht, sollten Hundebesitzer Rücksicht nehmen und ihre vierbeinigen Familienmitglieder nicht frei laufen lassen.