Der Ober-Olmer Wald ist mit seinen Qualitäten für den Naturschutz und die Naherholung ein wichtiger Bestandteil des Freiraumsystems um Mainz und Paradebeispiel dafür, wie ein von Menschenhand arg in Mitleidenschaft gezogenes Gebiet von der Natur zurückerobert werden kann.


Vom Kriegsgebiet zum Naherholungsort

Dort, wo sich Anfang der 90er Jahre noch allerlei Kriegsgerät der Amerikaner auf dem damaligen Standortübungsplatz tummelte, wo Zäune, Bunkeranlagen und mit Asbest belastete Gebäude standen, ist heute eine grüne Oase entstanden, die sich auf einer Fläche von 350 Hektar erstreckt.

Ein neues etwa 25 Kilometer langes Wegenetz lädt zum Wandern, Joggen, Reiten oder Spazierengehen ein

Heute lädt ein neues etwa 25 Kilometer langes Wegenetz zum Wandern, Joggen, Reiten oder Spazierengehen ein und schirmt durch „Umgehungen“ auch Lebensräume geschützter und gefährdeter Tiere und Pflanzen ab. Zahlreiche seltene und gefährdete Arten der so genannten „Roten Liste“, wie Orchideen oder Amphibien, haben hier im Schutzgebiet einen Lebensraum gefunden. Der Ober-Olmer Wald ist das größte zusammenhängende Wald- und Naherholungsgebiet im nördlichen Rheinhessen.

 

Toller Ausblick vom „Hügel der Freundschaft“

Die Künstlerin Dörthe Bäumer ließ auf dem ehemaligen Raketenabschussgelände einen Aussichtshügel errichten. In die Stufen, die zu diesem „Hügel der Freundschaft“ hinaufführen, sind als Erinnerung an den Kalten Krieg Friedensbotschaften in englischer, französischer, russischer und deutscher Sprache eingelassen. Der Hügel bietet einen tollen Ausblick über das weitläufige Gelände.

Ob Erholung oder sportliche Aktivitäten, ob nach einem stressigen Arbeitstag oder morgens für einen guten Start in den Tag – ein Besuch im schönen Ober-Olmer Wald lohnt sich auf jeden Fall.